Es gab mal eine Zeit, in der Hypercars nur selten zu sehen waren, aber jetzt scheint es, als ob wir jede Woche ein neues ultrastarkes, hochpreisiges Biest zu sehen bekommen. De Tomaso Automobili stellt seinen kurvenreichen P900 vor, einen reinen Rennwagen, der sich dem Trend widersetzt, indem er auf Elektrifizierung verzichtet.

Der P900 ist auf 18 Exemplare zum Preis von 3 Millionen Dollar pro Stück limitiert und soll dank eines neu entwickelten V12-Motors, der mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden kann, CO2-neutral sein.

Der Motor ist ein Wunderwerk der Technik, denn De Tomaso behauptet, er sei mit 220 Kilogramm der kleinste und leichteste V12-Motor, der je entwickelt wurde. Er dreht mit schreienden 12.300 Umdrehungen pro Minute, das sind 200 Umdrehungen pro Minute mehr als der Cosworth-V12 des Gordon Murray T.50. Der Saugmotor leistet 900 PS in einem Fahrzeug mit einem Trockengewicht von 900 kg und bietet damit ein Leistungsgewicht von 1:1, ähnlich dem des Koenigsegg One:1.

De Tomaso P900

Die gesamte Kraft wird über ein sequentielles Xtrac-Getriebe an die Hinterachse geleitet, aber der mächtige V12 wird erst gegen Ende 2024 fertig sein. Ungeduldige Kunden können den Wagen schon im nächsten Sommer bekommen, wenn sie sich mit einem Judd V10 begnügen, der mit dem Motor des Benetton B197 verwandt ist. Falls Ihnen der Name nichts sagt: Es handelt sich um ein Formel-1-Auto, das in der Saison 1997 von Jean Alesi und Gerhard Berger gefahren wurde.

Was das Styling betrifft, so ist es fast so ausgefallen wie das des Apollo Intensa Emozione (IE). Das ist kein Zufall, denn die beiden Autos stammen aus der Feder desselben Designteams. Das Aussehen des P900 wurde in einem Windkanal perfektioniert, der auch von Formel-1-Autos genutzt wird, von denen der Hypercar einen DRS-fähigen aktiven Heckflügel übernommen hat.

Die Leistungsdaten wurden noch nicht bekannt gegeben, aber das Unternehmen sagt, dass der P900 in etwa so schnell sein wird wie ein LMP-Rennwagen. Mit anderen Worten: Er sollte ein würdiger Konkurrent für den Aston Martin Valkyrie AMR Pro sein, ein weiteres Hypercar ohne Nummernschild. Ergänzend zum Debüt des Modells gibt es Neuigkeiten über eine De Tomaso Competizione-Rennserie, in der sich Ein-Prozent-Fahrer bei speziellen Veranstaltungen vergnügen können.

Diese offiziellen Renderings und vorläufigen Spezifikationen dienen als Vorschau auf das nächste Frühjahr, wenn De Tomaso plant, sein V12-Monster vollständig zu enthüllen.