Bei Videos, in denen Supersportwagen auf dem Prüfstand getestet werden, geht es fast immer um saftige Leistungswerte. Aber das ist bei diesem Lamborghini Aventador Superveloce nicht der Fall. Wenn Sie sich fragen, warum der V12-Mittelmotor so schamlos sein entblößtes Hinterteil zeigt, gibt es dafür eine gute Erklärung: Die serienmäßige Auspuffanlage ist verschwunden, da sie einer Sonderanfertigung Platz machen musste.

Das italienische Unternehmen Biesse Racing Bergamo, das auf Motorkalibrierungen spezialisiert ist, hatte das Privileg, den SV zu beherbergen. Zuvor wurde dem Flaggschiff aus Sant'Agata Bolognese ein Capristo-Auspuff verpasst. Bei der Nachrüstung wurde auch der Katalysator entfernt, um den 6,5-Liter-Saugmotor so richtig zum Singen bringen zu können. Zulassungsfähig ist das Ergebnis in Deutschland also nicht mehr ...

Sie werden Ihre besten Kopfhörer oder Lautsprecher verwenden wollen, um die Musik des Zwölfzylinders in vollem Umfang zu genießen. Der raue Klang des massiven Motors macht uns aber auch ein wenig traurig, da Lamborghini einer der letzten Autohersteller ist, der einen V12 verwendet. Lambo hat allerdings geschworen, den V12 für den Nachfolger des Aventador beizubehalten. Wenn auch nur als Teil einer Hybridkonfiguration, um die strengeren Emissionsvorschriften zu erfüllen. Die ersten entsprechenden Erlkönige drehen dazu auch schon ihre Testrunden. Einen entsprechenden Artikel haben wir unter diesem Bericht verlinkt.

Und der jetzige SV ist noch nicht einmal die Krönung der Aventador-Palette, denn es gibt noch weitere Versionen wie den SVJ, den elektrifizierten Sian und den Countach sowie den Ultimae, der den sprichwörtlichen Schwanengesang des Modells darstellt. Die einzige Version, die genauso brutal klingt wie dieses Auto, ist der SC20 von vor einem Jahr.

Man kann nur hoffen, dass der V12 in der kommenden Elektro-Ära in Supersportwagen für die Rennstrecke weiterleben darf. Nicht, dass wir sie uns leisten könnten, aber wir hätten zumindest die Möglichkeit, über sie zu berichten.