Offenbar wird die Langversion tatsächlich kommen

Der kleine Geländewagen Suzuki Jimny ist der Liebling des Internets und offenbar auch von Ihnen, liebe Leser. Was seit geraumer Zeit als Gerückt kursiert, scheint sich nun offenbar zu bestätigen: Er bekommt eine größere Version mit hinteren Türen und einem längeren Radstand.

Zur Erinnerung: Der niedliche Offroader ist in Japan ein "Kei Car" und misst deshalb dort 3.395 Millimeter in der Länge, 1.475 mm in der Breite und 1.725 mm in der Höhe. Die globale Version (Jimny Sierra in Japan) ist etwas größer, aber es fehlen immer noch die hinteren Türen und eine anständige Beinfreiheit im Fond.

Für den europäischen Markt wurde dieser Jimny kürzlich zum Nutzfahrzeug ohne hintere Bank umgewandelt, damit der 1,5-Liter-Saugbenziner weniger strengen CO2-Vorschriften unterliegt. Glücklicherweise rückt ein praktischeres Derivat näher.

Die japanische Website Autoc-One zitiert Suzuki-Offizielle, die sagen, dass der fünftürige Jimny im Jahr 2022 endlich auf den Markt kommen wird. Ursprünglich sollte er auf der Tokyo Motor Show im Oktober debütieren, aber die Veranstaltung wurde (wie viele andere) wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt. Berichten zufolge wird er den offiziellen Namen Jimny Long tragen und seinem neu hinzugefügten Suffix gerecht werden, indem der Radstand um etwa 300 mm verlängert wird.

Four-door Suzuki Jimny

Der familienfreundliche Jimny wird nach dem Wachstumsschub schwerer sein. Suzuki will die zusätzliche Masse durch einen stärkeren Motor kompensieren. Berichten zufolge werden die Ingenieure einen Turbobenziner samt Mildhybrid einbauen. Diese Änderungen werden ihren Preis haben, denn Autoc-One glaubt, dass der Jimny Long 300.000 Yen (fast 2.300 Euro) teurer sein wird als der Jimny Sierra in JDM-Ausführung.

Abgesehen von den hinteren Türen werden sich die Styling-Änderungen auf ein Minimum beschränken. Die einzige größere Modifikation wird ein neu gestalteter Kühlergrill mit einer einzelnen horizontalen Lamelle sein, die die derzeitige vertikale Anordnung mit fünf Schlitzen ersetzt.

Interessanterweise arbeitet Suzuki angeblich an einer teureren Version, die den Jimny Long wie eine kleine Mercedes G-Klasse aussehen lassen soll, aber diese Info ist mit Vorsicht zu genießen. Inzwischen haben Tuner diesen Umbau bereits vorgenommen.

Der Jimny Long wird nächstes Jahr erwartet, wenn Suzuki auch dem aktuellen Dreitürer ein Facelift zur Mitte des Modellzyklus verpasst. Beide Modelle werden zunächst in Japan zu sehen sein, bevor sie auf die weltweiten Märkte kommen. Wenn der Motor tatsächlich aufgeladen und elektrifiziert wird, kann man nur hoffen, dass er die strengen europäischen Abgasvorschriften bestehen wird, so dass das Unternehmen den Wagen wieder als Pkw verkaufen kann.