Motor und Passagiere werden hier luftgekühlt

Aufmerksame Leser werden wissen, dass der Porsche 911 der Baureihe 993 in der Hierarchie des Fahrzeugs eine sehr interessante Position einnimmt. Er war die letzte Variante, die einen luftgekühlten Motor verwendete, und viele würden behaupten, dass er viel hübscher war als sein 996er Nachfolger. Wie dem auch sei, Gunther Werks hat eine ganz besondere Speedster-Interpretation auf Basis des 993 herausgebracht.

Gunther Werks? Die Restomod-Profis kennt manch einer vielleicht vom Videospiel Forza Horizon 4. Doch zurück zum 911 Speedster von GW: Es überrascht nicht, dass dieses Exemplar stark modifiziert wurde, um einige sehr beeindruckende Leistungsdaten und eine besondere Optik zu bieten. Auf den ersten Blick fällt natürlich das fehlende Dach auf - passend zum Speedster-Namen. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das zwar wunderschön anzusehen ist, aber auch eine Reihe von technischen Herausforderungen mit sich bringt.

Um der geringeren strukturellen Steifigkeit, die mit dem Wegfall des Daches einhergeht, entgegenzuwirken, fügte GW Verstärkungen in jenem Teil des Fahrzeugs hinzu, in dem sich zuvor die Rücksitze des Coupés befanden. Zum steiferen Chassis tragen auch ein neuer Überrollkäfig und ein Überrollbügelsystem zum Schutz der Insassen bei.

Für den Antrieb sorgt ein von Rothsport Racing überarbeiteter 4,0-Liter-Boxermotor, der rund 440 PS (324 Kilowatt) leistet. Der 993 Speedster verfügt über komplett neue dynamische Fahrwerkskomponenten von JRZ, die von steiferen und leichteren Eisenlohr Racing-Querlenkern begleitet werden.

Das Gesamtpaket war stark genug, um einen luftgekühlten Rundenrekord auf dem WeatherTech Raceway in Laguna Seca aufzustellen. Am Steuer saß Randy Pobst, der das Fahrzeug in nur 1 Minute und 30,99 Sekunden um die 2,2 Meilen (3,6 Kilometer) lange Rennstrecke feuerte. Wer so eine Maschine ergattern will, sollte schnell sein, denn es werden nur 25 Stück gebaut.

Bildergalerie: Gunther Werks 911 Speedster

Bild von: Motor1.com