Möglicherweise verspätet er sich aber

Nissan befindet sich mitten in der Erneuerung fast der gesamten Produktpalette, und es versteht sich von selbst, dass der Qashqai (Rogue Sport in den USA) für den Umstrukturierungsplan des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist. Die europäische Variante des sehr beliebten Kompakt-SUVs wurde jetzt aus nächster Nähe gesichtet.

Trotz Tarnung erkennt man eine Frontpartie mit großen C-förmigen Scheinwerfern und LED-Tagfahrleuchten oben drauf. Auch das Seitenprofil wurde einer Reihe von Änderungen unterzogen, da die Spiegel nicht mehr an der Basis der A-Säulen angebracht sind. Sie wurden an den Türen nach unten versetzt, was sich wahrscheinlich positiv auf die Sicht auswirkt.

Die Fensterflächen unterscheiden sich auch durch die überarbeitete Gürtellinie, die ein flacheres Design hat, anstatt wie beim Vorgängermodell aus der Mitte der hinteren Türen hochzuspringen.

Bewegt man sich nach hinten, sind die Veränderungen weniger auffällig. Nach dem, was wir feststellen können, scheinen die Rückleuchten eine flachere Konfiguration zu haben und ziehen sich weiter als bislang in die Heckklappe. Die roten Reflektoren wurden auf der Stoßstange nach unten versetzt, während das Nummernschild in der Mitte des Hecks montiert bleibt.

Insgesamt dürfte das meistverkaufte europäische Modell von Nissan einen Teil der Design-DNA des größeren Rogue erben, und das gilt auch für das Interieur. Einige Aufnahmen aus der Kabine des Prototyps zeigen ein vertrautes digitales Kombi-Instrument und tabletartiges Infotainment. Die zentralen Luftauslässe scheinen recht ähnlich zu sein, ebenso das Lenkrad.

Nissan Qashqai (2021): Neue Erlkönigbilder

Der Drehzahlmesser auf der linken Seite des digitalen Fahrerdisplays geht bis auf 8.000 Umdrehungen pro Minute und zeigt damit an, dass der Prototyp einen Benzinmotor hatte. Das macht Sinn angesichts der Entscheidung von Nissan, in Europa schrittweise vom Dieselmotor abzurücken. Stattdessen setzt man auf Plug-in-Hybrid. Schaltwippen hinter dem Lenkrad verraten, dass das Testfahrzeug ein Automatikgetriebe hatte.

Und nun die schlechte Nachricht - der nächste Nissan Qashqai ist angeblich um mindestens sechs Monate verschoben worden. Unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichtet die Financial Times, dass die Produktion des neuen Crossover im Werk Sunderland in Großbritannien erst nach April 2021 beginnen wird.

Es wird vermutet, dass die Verzögerung mit den Auswirkungen des Coronavirus auf die Automobilindustrie zu tun hat. Automotive News Europe sagt, Nissan wolle die Entwicklung der Handelsbeziehungen Großbritanniens mit der Europäischen Union in der Zeit nach dem Brexit abwarten. Das bisherige Abkommen wird Anfang nächsten Jahres auslaufen, wobei die beiden Parteien derzeit über ein neues Abkommen verhandeln.

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