Warum dauert das so lange?

Ende Mai verkündete Nissan einen umfassenden Plan, mit dem man finanziell wieder in die Spur kommen möchte. Die Quintessenz: Kosten drücken und gleichzeitig in neue Modelle investieren, um konkurrenzfähiger zu werden. Beim sogenannten "NISSAN NEXT: From A to Z"-Plan handelt es sich um ein Vier-Jahres-Programm, ausgelegt bis zum Ende des Fiskaljahres 2023, das in Japan bis zum 31. März 2024 läuft. 

Ein Teil des Vorhabens ist das Versprechen, zwölf neue Fahrzeuge in den nächsten 18 Monaten auf den Markt zu bringen. Ursprünglich beinhaltete das auch den heiß ersehnten neuen Z-Sportwagen. Ein neuer Bericht der britischen Kollegen von Auto Express lässt daran nun aber einige Zweifel aufkommen. 

Der Autobauer hat den Ball zwar mit neuen Modellen wie dem Rogue, dem E-SUV Ariya oder dem in Indien gelaunchten Klein-Crossover Magnite ins Rollen gebracht, allerdings scheint es so, als müssten wir noch ziemlich lange auf den Nachfolger des 370Z warten.

Anders als im ursprünglichen Plan behauptet, gibt das Magazin an, dass der 400Z - oder wie auch immer er heißen wird - nicht vor Ende 2022 debütieren wird. Angeblich soll er erst 2023 auf den Markt kommen. Das würde dann mit dem 15. Geburtstag des 370Z kollidieren.

Dieser Report ist in gewisser Weise ein Schock, schließlich sagte Nissans Produktstrategie-Vize Ivan Espinosa erst vor einem Monat, dass die Enthüllung des Autos "sehr nahe" sei.

Auf der anderen Seite haben wir noch keinen einzigen Erlkönig des 400Z erwischt. Ein untrügliches Zeichen, dass es mit der Premiere noch eine ganze Weile dauern wird. Dann wiederum wird allgemein davon ausgegangen, dass der kommende Z kein ganz neues Auto ist, eher ein 370Z mit neuer Karosserie und einigen Hardware-Änderungen. Das wirft unweigerlich die Frage auf, warum es mit dem Debüt so lange dauert.

Die Fülle an Spekulationen bezüglich des neuen Z tendiert inzwischen in Richtung Unendlich. Selbst von einer potenziellen Nismo-Variante mit Biturbo-V6 und 400 PS war bereits die Rede. Das 3,0-Liter-Aggregat soll demnach aus dem Infiniti Q60 übernommen werden, im 400Z sowohl mit manuellem, als auch mit automatischem Getriebe. 

Wann auch immer der Rivale des Toyota Supra erscheint, eine elektrifizierte Version scheint erst einmal nicht auf der Agenda zu stehen. Espinosa zufolge ist die Technologie noch nicht weit genug für einen Sportwagen. 

Wir haben Nissan kontaktiert und um Klärung bezüglich des Erscheinungsdatums gebeten. Wir werden den Artikel updaten, sobald wir eine Antwort erhalten haben. 

Bildergalerie: 2021 Nissan 400Z Rendering