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VW/Ford-Kooperation bei Nutzfahrzeugen: Das sind die Modelle
Stadtlieferwagen, 1-Tonnen-Transporter und ein Pick-up

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
10. Jun. 2020 um 17:17 Uhr
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Im vergangenen Jahr haben Volkswagen und Ford eine umfassende Kooperation bekanntgegeben, die eine Zusammenarbeit im Bereich Elektrofahrzeuge und leichter Nutzfahrzeuge wie auch gemeinsame Schritte zur Entwicklung autonom fahrender Systeme umfasst.
Die jetzt unterzeichneten Verträge zwischen Ford und Volkswagen sind ein wichtiger Meilenstein in der Kooperation beider Konzerne. Sie legen die Grundlage für insgesamt drei Fahrzeugprojekte von Ford und Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN), die ein Volumen von bis zu 8 Millionen Fahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus umfassen. Neben der bereits vereinbarten Zusammenarbeit beim Midsize-Pickup laufen jetzt die Projekte für einen Stadtlieferwagen und einen Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment an.
Nutzfahrzeuge von VW und Ford im Test:
VW T6.1 (2019) im Test: Bus mit Plus?
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Ford wird künftig als führende Kraft auf Basis des Ranger die Neuauflage des Amarok für Volkswagen Nutzfahrzeuge produzieren. Der Amarok-Nachfolger wird dann ab 2022 im Ford-Werk Silverton in Südafrika gefertigt. Thomas Sedran, Chef von VW Nutzfahrzeuge: "Wichtig für beide Partner ist die Nutzung derselben Plattform, gleichzeitig werden wir beide unsere Stärken zusammenführen. Durch individuelle Designs und Interfaces werden wir beide Modelle aber deutlich differenzieren."
Sedran weiter: "Für uns als Volkswagen Nutzfahrzeuge haben wir mit dem Amarok-Nachfolger unsere Hauptmärkte vor allem im Wirtschaftsraum EMEA (Europa-Arabien-Afrika) im Blick. Profitieren werden am Ende unsere Kunden, denn ohne die Kooperation hätten wir keinen neuen Amarok entwickelt."
Mit den Unterschriften unter den aktuellen Kooperationsverträgen wurde auch die Grundlage für zwei weitere Fahrzeugprojekte gelegt: Volkswagen Nutzfahrzeuge entwickelt auf Basis des im Februar 2020 vorgestellten Caddy 5 einen Stadtlieferwagen und wird diesen für Ford als Transit Connect ab 2021 in Polen produzieren.

Ford wird somit das erste Auto aus der Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge auf den Markt bringen. Die Produktion des neuen Caddy 5 wird im zweiten Halbjahr 2020 im polnischen Poznań starten.
Ein wichtiges Segment im Bereich der gewerblichen leichten Nutzfahrzeuge sind Transporter mit einer möglichen Zuladung von bis zu einer Tonne. Volkswagen Nutzfahrzeuge und Ford haben auch für dieses Segment die vertragliche Grundlage zu einer engen Kooperation gelegt. Für diese Transporter wird Ford den Entwicklungs- und Produktionslead übernehmen. Anders formuliert: Die bisherigen Erzfeinde Ford Transit und VW Bulli rücken enger zusammen.
Thomas Sedran: "Das Projekt ‚1Ton‘ wird für Volkswagen Nutzfahrzeuge einen zusätzlichen Schub im Gewerbekundenbereich geben, da wir ein starkes Angebot mit einer sehr guten Kosten-Nutzen-Relation anbieten können. Gleichzeitig behalten wir die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung der Nachfolger unserer heutigen 6.1-Modellreihe für die private Nutzung, also des Multivan, der Caravelle und des California, bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Man könnte auch sagen – wir bringen das Beste aus beiden Welten für unsere Kunden zusammen."

Anfang des Monats wurden zudem die Verträge zur Kooperation im Bereich der Entwicklung zum autonomen Fahren geschlossen und die Volkswagen-Konzerntochter AID in das Unternehmen ARGO AI eingebracht. So wurde die Grundlage für ein weltweit agierendes Unternehmen zur Entwicklung autonomen Fahrens geschaffen. Beide Partner werden künftig individuell auf die Software und das Self Driving System (SDS) zugreifen können.
Innerhalb des Volkswagen Konzerns ist VWN verantwortlich für die Entwicklung des autonomen Fahrens im Bereich Mobility as a Service / Transportation as a Service (MaaS/TaaS) für die Automatisierungsstufe Level 4. Thomas Sedran: „Im Jahr 2022 werden wir erstmals eine autonome Fahrzeugflotte unter Realbedingungen einsetzen. Dieser Test wird der erste Level-4-Einsatz mit unseren vollelektrischen ID.BUZZ-Fahrzeugen sein, hierfür werden wir eng mit ARGO zusammenarbeiten."
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