Geländewagen waren schon immer ein Nischensegment für eine kleine Gruppe von Menschen, die Abenteuer abseits des Asphalts suchen. Dennoch gibt es diese Fahrzeuge immer noch. Mit Modellen, die von Generation zu Generation in Sachen Design und Technik erneuert und verbessert wurden, ihrer Geländewagen-DNA aber immer treu geblieben sind. Hier kommt unsere alphabetische Übersicht ...

Ford Bronco

Nach 24 Jahren Pause kehrt der Bronco in das Ford-Programm zurück: Er basiert auf einem klassischen Fahrgestell mit Leiterrahmen. Und mit seinen 4,81 Metern Länge bleibt er mit seiner kastenförmigen Form und dem klassischen Reserverad am Heck nicht unbemerkt. 

<p>Ford Bronco</p>

Ford Bronco

Neben der Mechanik bietet der Ford Bronco auch jede Menge Technik, um mit dem anspruchsvollsten Gelände fertig zu werden. Wie zum Beispiel das G.O.A.T. -System (Go Over Any Terrain, Goat zugleich englisch für Ziege), mit dem sich der Bronco durch sieben verschiedene Fahrmodi an alle Bedingungen anpassen kann. Der Motor ist der 2,7-Liter-V6-Turbobenziner mit 334 PS und 563 Nm Drehmoment. Die Preise beginnen bei 74.500 Euro. 

Land Rover Defender

Vielleicht der Geländewagen, der in den letzten Jahren die meisten Kontroversen ausgelöst hat. Der Skandal war der Verzicht auf das Leiterrahmen-Fahrgestell zugunsten einer komfortableren Mechanik. Das soll aber nicht heißen, dass der Land Rover Defender sich davon einschüchtern lässt, seine Räder auf unbefestigte Wege zu stellen. Er ist in drei verschiedenen Längen erhältlich – 90, 110 und 130 – und behält seine vertikalen Linien bei, um das Maximum aus seiner Grundfläche herauszuholen.

<p>Land Rover Defender 130</p>

Land Rover Defender 130

Die SUV-ähnliche Bodengruppe kommt auch in den schwierigsten Passagen nicht in Verlegenheit und wird, wie inzwischen immer, von elektronischen Systemen unterstützt, die dem Defender helfen. Bei den Motoren gibt es Benzin- und Dieselaggregate. Auch elektrifiziert. Mit einer maximalen Leistung von 525 PS und Preisen ab 63.600 Euro. 

ICH-X K2

Eines der neuesten Modelle in diesem Segment ist der zum DR-Universum gehörende ICH-X K2 mit chinesischer DNA. Er ist zwar nicht in Deutschland erhältlich, aber zumindest in Europa. Und auch wenn der K2 von einem fernöstlichen Fahrzeug abgeleitet ist, verzichtet er nicht auf einen Leiterrahmen. Er ist 4,64 Meter lang.

<p>ICH-X K2</p>

ICH-X K2

Bei den Motoren setzt der K2 auf einen klassischen 2,0-Liter-Diesel mit 162 PS und 400 Nm Drehmoment. Ohne jegliche Elektrifizierung ist dieses Aggregat an ein Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt. Natürlich gibt es einen Allradantrieb, während der Basisantrieb über die Hinterräder erfolgt. Die Preisliste beginnt (in Italien) bei 54.500 Euro.

Ineos Fusilier

Können Geländewagen auch elektrisch sein? Einige Hersteller glauben das. Darunter auch Ineos, das den Fusilier vorgestellt hat. Einen 4,89 Meter langen, batteriebetriebenen Geländewagen. Er basiert auf einer von Magna entwickelten Skateboard-Plattform und wird auch mit einem kleinen Benzinmotor erhältlich sein, der als Range Extender dient.

<p>Ineos Fusilier</p>

Ineos Fusilier

Es wurden noch keine technischen Daten veröffentlicht, aber wir wissen, dass die Tests auf den schwierigen Strecken des Schöckl (Österreich) durchgeführt wurden, der schon immer Schauplatz der Entwicklung der Mercedes-Benz G-Klasse war.

Ineos Grenadier

Das Design erinnert an den alten Defender und wie dieser basiert der Ineos Grenadier auf einem Leiterrahmen. Er ist ein Geländewagen der alten Schule mit einem einfachen, schnörkellosen Design, das mit verschiedenen Zubehörteilen wie Leitern, Schnorcheln oder Protektoren aufgewertet werden kann.

<p>Ineos Grenadier</p>

Ineos Grenadier

Im Gegensatz zum Fusilier hat er keinen Elektroantrieb. Erhältlich ist er mit 3,0-Liter-Reihensechszylindern (von BMW), die es in einer Diesel- oder einer Benzin-Ausführung gibt. Mit 249 oder 286 PS. Gepaart werden die Motoren mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe. Die Preise für den Station Wagon beginnen bei 81.890 Euro. Den Utility Wagon mit nur zwei Sitzen gibt's ab 71.140 Euro und die Pick-up-Variante Quartermaster startet bei 72.640 Euro.

Jeep Wrangler

Dieses Modell wurde einst als Militärfahrzeug während des Zweiten Weltkriegs geboren und dann zivilisiert. Zumindest in Form und Inhalt. "Jeep Wrangler" und "Offroad" sind zwei Begriffe, die einfach zusammengehören.

<p>Jeep Wrangler</p>

Jeep Wrangler

Im Laufe der Jahre hat der Jeep Wrangler immer mehr Technik erhalten, sowohl für den Antrieb als auch für den Fahrgastraum. Mittlerweile gibt es sogar einen Plug-in-Antrieb. Es handelt sich um einen 2,0-Liter-Turbobenziner, der mit zwei Elektroantrieben gekoppelt ist. Systemleistung? 380 PS. Außerdem wurde eine vollelektrische Magneto-Version vorgestellt. Allerdings nur als Konzept. Sie wiegt 2,6 Tonnen und verfügt über interessante technische Lösungen wie ein manuelles 6-Gang-Getriebe.

Mercedes-Benz G-Klasse

Ein Mythos seit 1979. Wie der Wrangler hat die Mercedes-Benz G-Klasse immer das gleiche Aussehen behalten. Sie verbindet den klassischen Premium-Anspruch des Sterns mit absoluter Geländetauglichkeit bei kompakten Abmessungen: Die G-Klasse ist lediglich 4,6 Meter lang.

<p>Mercedes G-Klasse</p>

Mercedes G-Klasse

Sie ruht auf einem Leiterrahmen und beherbergt unter der Haube mit dem jüngsten Restyling erstmals auch elektrifizierte Antriebe. Die große Neuigkeit ist jedoch der G 580. Die elektrische G-Klasse. Die Leistung erreicht 587 PS, es gibt vier Motoren und eine 116 kWh-Batterie. Der Akku ist in das Chassis mit Längsträgern eingebaut.

Suzuki Jimny

Das kleinste Modell in dieser Liste ist natürlich nicht weniger fähig als seine Mitbewerber. Nur halt eben deutlich einfacher und deutlich günstiger. Der Suzuki Jimny (in Deutschland aktuell nur als Nutzfahrzeug erhältlich und auch nur noch bis Sommer 2024) ist in seiner zweiten Generation nur 3,65 Meter lang und kostet ab 29.490 Euro. Trotzdem viel Geld für so wenig Auto.

Suzuki Jimny (2019)

Angetrieben wird der Gelände-Zwerg von einem 1,5-Liter-Saugbenziner. Der Vierzylinder kommt auf beschauliche 102 PS, die über ein 5-Gang-Schaltgetriebe oder eine 4-Gang-Automatik an den klassischen Allradantrieb mit Sperre und Untersetzung weitergegeben werden.

Toyota Land Cruiser

Kommen wir zum Toyota Land Cruiser. Eine weitere echte Offroad-Ikone, die 1951 geboren wurde – damals als BJ – und die in mehr als 70 Jahren Heerscharen von Fans in ihren Bann gezogen hat. Wie die anderen Modelle wurde er so gestaltet, dass er im Gelände so effizient wie möglich ist.

<p>Toyota Land Cruiser</p>

Toyota Land Cruiser

Mit einer Länge von 4,92 Metern verzichtet er weder auf einen komfortablen und hochtechnologischen Innenraum noch auf seinen Leiterrahmen. Und obwohl es sich um ein Modell einer Hybridmarke wie Toyota handelt, ist er vorerst nur mit einem 2,8-LiterDiesel mit 204 PS und 500 Nm Drehmoment erhältlich. Die Preise für die neue Generation wurden noch nicht bekannt gegeben.