Neuer Jeep Wrangler im Test

An irgendeinem Punkt der Offroad-Fahrt mit dem neuen Jeep Wrangler muss ich sehr seltsame Geräusche gemacht haben. Huuuuhui oder Jieeeha oder etwas in dieser Art. „Stefan, so kenn ich dich ja gar nicht“, meint mein Kollege Günther. Er klammert sich schon längere Zeit mit beiden Händen an dem Griff vor dem Beifahrersitz, denn es geht teils holterdiepolter über grobes Geröll hinweg, teils durch dicksten Schlamm. Was die neue Wrangler-Generation (Modellcode JL) im Gelände und auf der Straße so taugt, lesen Sie in diesem Test.

 Cockpit: Schick – und sehr ungewöhnlich

Mit Kollege Günther steige ich in die Kurzversion des Wagens. Nach wie vor gibt es den Wrangler (was übrigens Viehtreiber bedeutet, also eine alternative Bezeichnung für den Cowboy ist) in einer kurzen, dreitürigen und einer fünftürigen „Unlimited“-Variante. Ab 2019 soll es auch eine Pick-up-Version geben, aber das nur nebenbei. Für mich ist dies der Erstkontakt mit dem Wrangler, und so beginne ich, sobald ich sitze, erstmal zu lachen. Nicht weil das Cockpit so lächerlich aussieht, sondern weil es so völlig anders ist als alles, was man so als Autojournalist kennt. Das Armaturenbrett steht sehr senkrecht.


Vor meinem Sitz (ich bin erstmal Beifahrer) ist ein riesiger Griff: Ein klassischer „Oh-shit-handle“, an dem sich der Beifahrer in scharfen Kurven klammern kann. Er ist hier jedoch für zwei Hände gemacht, was dem lieben Günther später auf der Offroadstrecke sehr zupass kommen wird. Darüber ist eine schicke mattrote ...