Der Große fürs Grüne?

Alles (okay fast alles) in und am Toyota Land Cruiser 3.0 D-4D ist für den Otto-Normal-Autofahrer irrelevant, zu viel des Guten oder schlichtweg überflüssig. Eigentlich trifft das auf die meisten aktuellen SUVs zu. Der Land Cruiser vermittelt aber diesen ,Ich-könnte-wenn-ich-wollen-würde"-Charakter. Das macht den Gelände-Koloss zu etwas Besonderem: Zu einem Automobil, das sich mit einer Mercedes M-Klasse oder einem BMW X5 nur auf dem Papier die gleiche Fahrzeugklasse teilt. Oder?

Die schier unendlichen Weiten
Fangen wir mit den gewaltigen Ausmaßen der fünftürigen Karosse an: Der Land Cruiser ist 1,89 Meter breit, 4,78 Meter lang und dazu auch noch 1,85 Meter hoch. Das klingt erst einmal unüberschaubar und wahnsinnig unpraktisch. Damit ist der Japaner von der Grundfläche aber sogar kleiner als eine M-Klasse oder ein X5. Der Aufbau des Toyota ist aber klar strukturiert. So lassen sich die Dimensionen auch ohne sichtbare Fahrzeugkanten gut abschätzen. Das macht selbst rückwärts Einparken in überfüllten und hektischen Innenstädten möglich.

Schiffsdiesel mit Öltanker-Flair
Unter der Motorhaube des Land Cruiser, deren Oberkante sich bei den meisten Menschen auf Brusthöhe befindet, sitzt ein Selbstzünder. Er benötigt nur vier Zylinder, um drei Liter Hubraum zu verteilen. Das liest sich sehr archaisch, ungehobelt und grob und, oh Wunder, das ist es auch. Beim Anlassen klingt das Aggregat, als würde es auch mit Schweröl laufen können. Es ist ein rauer Begleiter und nicht zu vergleic...