Die große Abschlussbilanz nach drei Monaten

Wir geben es offen zu: Ob der ganzen Neuheiten-Flut bei den Kompakten haben wir uns bereits darüber Gedanken gemacht, wie wohl der neue Opel Astra aussehen könnte. 2021 soll er erscheinen, mit Technik aus dem PSA-Konzern. Das muss ihm nicht zum Nachteil gereichen, wie jüngst der rattenscharfe neue Mokka bewiesen hat.

Über diese Frage könnte man glatt vergessen, dass der aktuelle Opel Astra ein sehr dankbares Auto ist. Und keineswegs unmodern, wie sich im Zuge unseres dreimonatigen Dauertests gezeigt hat. Im Gegenteil: Für viele Kunden dürfte der Astra genau die goldene Mitte markieren. Keine Mondfähre, aber auch keine Antiquität auf Rädern. Eher ein automobiles Schnitzel: War gut, ist gut, bleibt gut.

Im Laufe unserer Zeit mit dem Opel Astra und seinem 130 PS starken Turbobenziner ist er uns durchaus ans Herz gewachsen. Er ist vielleicht kein Auto, das sofort begeistert und für einen Wow-Effekt sorgt. Aber ein tüchtiger Helfer im Alltag mit ordentlichem Platzangebot ohne Extravaganzen.

In den vergangenen beiden Teilen unseres Dauertests hatten wir Ihnen bereits die Preisgestaltung nahe gebracht, ebenso die Fahreindrücke unserer Redaktion. Jetzt geht es ans Eingemachte: Was hat der Astra verbraucht? Und gibt es Neuigkeiten beim Preis?

Opel Astra (2020) im Motor1-Dauertest, Teil 3

Die gibt es. Natürlich zunächst die auf 16 Prozent reduzierte Mehrwertsteuer. Dann Finanzierungen ab 159 Euro im Monat für den Basis-Astra mit 110 PS. Oder wie wäre es mit Leasing ohne Anzahlung ab 189 Euro im Monat? Auch ein Online-Kauf ist möglich, ebenso die Suche nach Lagerfahrzeugen. Oder Sie greifen zum Sondermodell "Astra 2020" mit LED-Scheinwerfern und ergonomischem Fahrersitz serienmäßig. 

Los geht der fünftürige Opel Astra jedenfalls bei 19.729,75 Euro, der 130-PS-Benziner startet bei 22.785,71 Euro. Beides natürlich mit 16 Prozent Mehrwertsteuer. Noch günstiger sind die Business-Ausstattungen für gewerbliche Nutzer.

Opel Astra (2020) im Motor1-Dauertest, Teil 3

Kommen wir zum Verbrauch: Zwischen 5,2 und 5,5 Liter auf 100 Kilometer nach WLTP-Zyklus listet Opel in den offiziellen technischen Daten auf. Was hat sich in der Realität ergeben? Exakt 3.544 Kilometer sind wir in etwas mehr als drei Monaten gefahren und haben insgesamt sechsmal getankt. 

Im Mittel liefen 6,75 Liter Super pro 100 Kilometer durch die Düsen. Ein guter Wert, zumal wir nicht explizit sparsam gefahren sind und der 130-PS-Astra kräftige 225 Newtonmeter Drehmoment liefert. Warum also zu einem Diesel greifen?

Opel Astra (2020) im Motor1-Dauertest, Teil 3

Fazit:

Gerade in Zeiten, in denen Kompaktwagen immer digitaler werden, ist der Opel Astra ein angenehmer Begleiter. Er überfordert seinen Besitzer (oder seine Besitzerin) nicht, bietet aber mit dem 130-PS-Benziner bereits viel Kraft. Dieser Motor reicht im Alltag vollkommen aus, zumal der Verbrauch stimmt. Schade nur, dass es keine Automatik für dieses Aggregat gibt. 

Ob man sich für den Astra als Fünftürer oder als Kombi entscheidet, hängt von den persönlichen Interessen ab. Mit Blick auf den Nachfolger, der sich bereits am Horizont abzeichnet, sollte etwas Rabatt möglich sein.

Bildergalerie: Opel Astra (2020) im Motor1-Dauertest, Teil 3

Bild von: Fabian Grass

Opel Astra 1.2 Turbo (130 PS) Fünftürer

Motor Dreizylinder-Turbobenziner, 1.199 ccm, mit Otto-Partikelfilter
Leistung 96 kW / 130 PS bei 5.500 U/min
Max. Drehmoment 225 Nm bei 2.000–3.500 U/min
Getriebeart Sechsgang-Schaltung
Antrieb Frontantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h 9,9 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 215 km/h
Verbrauch 5,2-5,5 Liter/100 km (Werksangabe, WLTP), 6,7 Liter (Testverbrauch)
Emission 119-125 Gramm CO2/km, Euro 6d
Länge 4.370 mm
Breite 1.871 mm
Höhe 1.485 mm
Kofferraumvolumen 370–1.210 Liter
Leergewicht 1.280 kg
Zuladung 525 kg
Anhängelast 1.350 kg (gebremst, 12% Steigung)
Basispreis 22.785,71 Euro (mit 16 Prozent Mehrwertsteuer)
Preis des Testwagens 32.480,47 Euro (mit 16 Prozent Mehrwertsteuer)