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Motor1 Numbers: Gewinner und Verlierer bei den Top 3 der europäischen Autoindustrie

Volkswagen hat zu kämpfen, Renault bleibt auf Kurs und Stellantis verbessert sich auch dank der internationalen Expansion von Leapmotor

Wer gewinnt und wer verliert bei den Big 3 der europäischen Autoindustrie? Die Zahlen

Bild von: Motor1.com

Von: Juan Felipe Munoz

Übersetzt von: Roland Hildebrandt

Veröffentlicht von: Roland Hildebrandt

24. Sep. um 12:55 Uhr

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Die Lage der europäischen Automobilindustrie steht derzeit stark im Fokus, nachdem das Wachstum chinesischer Hersteller zu einer deutlichen Verschiebung der Marktgewichte geführt hat. Die umfangreiche Regulierung in Europa, Handelskonflikte mit den USA und China sowie hohe Energiekosten erschweren die Situation für die großen europäischen Konzerne.

Hinzu kommt der intensive Wettbewerb aus China, der das Umfeld zusätzlich komplexer macht. Doch wie stehen die drei größten europäischen Automobilhersteller in Bezug auf finanzielle Stabilität und weltweite Verkäufe tatsächlich da? Die jüngsten Ergebnisse liefern einige Hinweise.

Volkswagen-Konzern unter Druck

Der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt durchläuft eine schwierige Phase. Zwischen 2019 und 2025 hat der Volkswagen-Konzern bei den jährlichen Verkäufen fast 2 Millionen Einheiten verloren. Und der Rückgang hat sich in diesem Jahr nicht gestoppt, wie die aktuellen Finanzzahlen zeigen.

Den veröffentlichten Daten zufolge verkaufte der deutsche Hersteller im ersten Halbjahr 4,13 Millionen Einheiten, 6 Prozent weniger beziehungsweise fast 300.000 Fahrzeuge weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Die Umsätze blieben dagegen nahezu unverändert und sanken von 158,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 158,1 Milliarden Euro in diesem Jahr. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Umsatz pro ausgeliefertem Fahrzeug von knapp 36.000 Euro auf 38.321 Euro gestiegen ist.

Motor1 Numbers: Gewinner und Verlierer unter den drei großen europäischen Autoherstellern

Motor1 Numbers: Gewinner und Verlierer unter den drei großen europäischen Autoherstellern

Bild von: Motor1.com

Das Problem: Trotz aller Bemühungen konnte Volkswagen die operativen Kosten, also Verwaltungs- und Vertriebskosten, nicht wesentlich senken. Zwischen dem ersten Halbjahr 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 sparte der Konzern lediglich 190 Millionen Euro ein, was einer Reduzierung um 1 Prozent entspricht.

In der Folge sank das operative Ergebnis pro ausgeliefertem Fahrzeug von 2.022 Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 1.673 Euro in diesem Jahr. Die Zahlen des Konzerns zeigen damit eine weitere Verschlechterung.

Renault bleibt stabil

Da Renault nicht in gleichem Maße von der Krise auf dem chinesischen Markt betroffen ist, erzielte der kleinste der drei großen europäischen Autohersteller stabile Ergebnisse. Man profitiert zudem von einem breiten Angebot an Elektroautos, die im Fall von R5 und Twingo gut ankommen.

Die Umsätze stiegen um 9 Prozent, während das operative Ergebnis aufgrund höherer Produktionskosten um 6 Prozent zurückging. Dennoch erzielte Renault mit soliden 8,6 Prozent die höchste operative Marge unter den drei großen europäischen Herstellern.

Stellantis legt dank Leapmotor zu

Stellantis war in der ersten Jahreshälfte der Konzern mit der besten Entwicklung und steigerte das operative Ergebnis um 143 Prozent. Dadurch erwirtschaftete die Gruppe im ersten Halbjahr 2026 fast 1.500 Euro pro verkauftem Fahrzeug, nach 683 Euro im ersten Halbjahr 2025.

Wer gewinnt und wer verliert bei den Big 3 der europäischen Autoindustrie? Die Zahlen

Gewinn in Euro pro verkaufter Einheit

Foto von: Motor1.com

Das Ergebnis ist zu einem großen Teil auf den positiven Beitrag der internationalen Expansion von Leapmotor zurückzuführen, dessen Verkäufe im Rahmen des Joint Ventures der beiden Hersteller in den Finanzzahlen berücksichtigt werden. Insgesamt sind die weltweiten Volumina von Stellantis in den ersten sechs Monaten des Jahres um 11 Prozent gestiegen. Gute Nachrichten für Konzernchef Filosa.

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Der Autor des Artikels, Felipe Munoz, ist ein erfahrener Analyst der Automobilindustrie und Content Creator von Car Industry Analysis in den sozialen Medien.

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