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Für eine persönlichere Erfahrung

Opel Meriva A (2003-2010): Klassiker der Zukunft?

Auch nach über 20 Jahren sieht man den kleinen Van noch oft im Straßenverkehr

Opel Meriva A (2003-2009)
Bild von: Opel
Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Auch nach 23 Jahren ist er im deutschen Straßenbild präsent. Die Rede ist vom ersten Opel Meriva. Oft von Senioren als günstigere Alternative zur Mercedes A-Klasse gewählt, fragt man sich heute bei beiden: Auf dem Weg zum Klassiker? Für eine bestimmte Version des Meriva gilt das sicherlich. Werfen wir einen Blick zurück. 

Die erste Generation des Opel Meriva (Vauxhall Meriva in UK) feierte im September 2002 auf dem Pariser Autosalon als Weltpremiere ihre Vorstellung. Nach dem Markterfolg des größeren Opel Zafira konzipierte Opel den Meriva als kleineren Kompaktvan, der sich durch Innenraumvariabilität und kompakte Außenabmessungen auszeichnete.

Bildergalerie: Opel Meriva A (2003-2009)

Die Serienfertigung begann in den ersten Wochen des Jahres 2003 im spanischen Werk Saragossa. Ziel des Modells war es, das Prinzip der variablen Raumnutzung aus dem Zafira in das nächstkleinere Fahrzeugsegment zu übertragen. Wie beim Zafira konnte der Innenraum für den Transport von Personen oder Fracht angepasst werden, ohne dass Sitze ausgebaut werden mussten.

Während der Zafira über das Flex7-System bis zu sieben Sitzplätze auf drei Reihen bot, verfügte der Meriva über fünf Sitzplätze auf zwei Reihen. Das neu entwickelte FlexSpace-System, das vorab im Prototyp Concept M auf dem Genfer Autosalon gezeigt worden war, erlaubte das einzelne Verstellen der Rücksitze. Auf diese Weise ließ sich das Raumangebot je nach Bedarf anpassen. Diese Raumaufteilung berücksichtigte die Nutzungsdaten von Kompaktwagen, die im Alltag meist mit ein bis zwei Personen und selten mit mehr als vier Insassen besetzt sind.

Kleinwagen mit viel Platz

Die Grundlage für das Platzangebot bildete ein Radstand von 2.630 Millimeter, der nahe an den Wert des Zafira (2.694 mm) heranreichte. Bei der Gesamtlänge unterschieden sich beide Modelle deutlicher: Mit 4.042 Millimeter war der Meriva 27,5 Zentimeter kürzer als der Zafira.

Opel Meriva A (2003-2009)

Opel Meriva A (2003-2009)

Bild von: Opel

Das Modell basierte auf einer Neuentwicklung und wurde mit Benzin- sowie Turbodieselmotoren mit Hubräumen von 1,6 bis 1,8 Litern angeboten. Laut dem damaligen Opel-Entwicklungschef Hans H. Demant wurde die Fahrzeugarchitektur von Grund auf neu gestaltet, um die Variabilität des Innenraums zu ermöglichen.

Vor der eigentlichen Formgebung legten die Ingenieure fünf technische Vorgaben für das Raumkonzept fest. Neben den Opel-internen Vorgaben für Abstände und Winkel zwischen Lenkrad, Pedalen und Armaturenbrett wurde die Spritzwand möglichst weit nach vorne an die Vorderachse gerückt, um den Innenraum zu vergrößern. Zudem wurde die Windschutzscheibe weit in Richtung Dach gezogen, um die Sichtverhältnisse zu verbessern.

Opel Meriva A (2003-2009)

Opel Meriva A (2003-2009)

Bild von: Opel

Das Karosseriedesign orientierte sich an den damaligen Gestaltungsmerkmalen der Marke. Die Seitenansicht war durch eine Lichtkante geprägt, die zu den Heckleuchten führte, sowie durch vier Seitenfenster. Ausgeprägte Schulterpartien und Radhäuser strukturierten die Seitenlinie. Die kurzen Überhänge, der Radstand von 2,63 Meter sowie die nach hinten leicht abfallende Dachlinie bestimmten die Proportionen des Fahrzeugs. 

Richtig heiß wurde es Ende 2005: Opel erweiterte die Modellpalette im Rahmen einer Modellpflege um eine leistungsgesteigerte Variante namens Meriva OPC. Diese Sportversion wurde von einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbomotor angetrieben, der 132 kW (180 PS) leistete und ein maximales Drehmoment von 230 Nm entwickelte. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Vorderachse.

Opel Meriva A (2003-2009)
Opel Meriva A (2003-2009)
Opel Meriva A (2003-2009)

Opel Meriva A OPC

Bilder von: Opel
Bilder von: Opel

Der Meriva OPC beschleunigte in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Neben der veränderten Motorisierung wies die OPC-Variante ein überarbeitetes Fahrwerk mit Tieferlegung, eine angepasste Bremsanlage sowie spezifische Karosserieelemente wie geänderte Schürzen, Dachspoiler und Trapez-Auspuffendrohr auf.

Die erste Generation des Opel Meriva wurde inklusive der OPC-Variante bis 2010 produziert. Nachfolger wurde die zweite Generation mit gegenläufig öffnenden Fondtüren, bevor das Segment später durch den Opel Crossland besetzt wurde.