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Für eine persönlichere Erfahrung

Offiziell: Mitsubishi Pajero bekommt kleinere Brüder

Der wiederbelebte Offroader wird mit Derivaten im Kompakt-Segment ergänzt

2027 Mitsubishi Pajero
Bild von: Mitsubishi

Nach einer fünfjährigen Pause hat Mitsubishi den Pajero wiederbelebt. Um die verlorene Zeit wettzumachen, soll der zurückgekehrte Geländewagen nicht bei einem einzelnen Modell bleiben. Der japanische Hersteller hat bestätigt, die legendäre Baureihe zu einer größeren Familie auszubauen: Neben dem großen Topmodell sollen mindestens zwei kleinere SUVs hinzukommen. Ob irgendetwas davon nach Europa kommt, ist allerdings unklar.

Das erste Mitglied dieser Familie wurde nun vorgestellt. Der neue Pajero ist ein echter Offroader auf einer Leiterrahmen-Plattform, die vom Pickup Triton abgeleitet ist, in Deutschland ist dessen Vorgänger vor allem als L200 bekannt. Bei der Weltpremiere in dieser Woche waren im Hintergrund kurz ein kompaktes Modell und ein noch kleineres SUV unter Abdeckplanen zu sehen. Da beide nicht unmittelbar bevorstehen, nannte Mitsubishi bislang keine Details. Klar ist aber: Sie fallen deutlich kleiner aus.

Tatsächlich ist das Flaggschiff das größte Modell der Reihe. Mit 4.920 Millimetern Länge, 1.925 mm Breite und 1.910 mm Höhe bringt es die Abmessungen mit, die man von einem großen SUV erwartet. Ein Radstand von 2.870 mm schafft Platz für drei Sitzreihen, während die Leiterrahmen-Konstruktion die technische Basis für ernsthaften Geländeeinsatz liefert.

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2027 Mitsubishi Pajero

Foto: Mitsubishi

Leiterrahmen oder selbsttragende Karosserie? Vieles spricht für Letzteres

Unklar bleibt, wie eng sich die kommenden Modelle an der Offroad-Formel des Flaggschiffs orientieren werden. Mitsubishi hat noch nicht gesagt, ob das kompakte und das kleine SUV ebenfalls auf einer Leiterrahmen-Konstruktion basieren oder konventionellere Architekturen mit selbsttragender Karosserie nutzen. Wir halten Letzteres für wahrscheinlicher – vor allem beim Einstiegs-Pajero, der ausgesprochen klein wirkt. Eine neue Plattform zu entwickeln, wäre teuer, insbesondere für ein Unternehmen, das wirtschaftlich nicht gerade seine beste Phase erlebt. Zudem gibt es ja noch den Outlander in dieser Größe.

Die vom Triton abgeleitete Plattform ergibt für einen großen, ernsthaften Geländewagen Sinn. Ein deutlich kleineres SUV dürfte jedoch von einer leichteren und effizienteren Architektur profitieren. Mitsubishi hat reichlich Erfahrung im Bau von Crossovers, daher wäre es keine Überraschung, wenn die kleineren Pajero-Modelle einen etwas anderen Weg einschlagen. In jedem Fall dürften beide zusätzlichen Modelle kantiges Design mit einer gewissen Offroad-Kompetenz verbinden.

Das Flaggschiff soll zuerst in Thailand starten, wo es auch produziert wird, bevor weitere Märkte folgen. Laut Mitsubishi wird der neue Pajero langfristig in mehr als 100 Ländern und Regionen eingeführt. In einigen Teilen der Welt soll stattdessen der Name Montero verwendet werden. Nordamerika steht leider nicht auf der Liste, doch ein jüngst veröffentlichtes Teaserbild lässt hoffen, dass diese Lücke bis zum Ende des Jahrzehnts geschlossen wird.

Mitsubishi Pajero (2027)


Motor1 meint:  Mitsubishi trifft die richtige Entscheidung, den Pajero zu einer Modellfamilie auszubauen, statt die wiederbelebte Bezeichnung nur als einmalige Nostalgie-Übung zu nutzen. Das Flaggschiff hat die Technik, um den Namen zu rechtfertigen, und kleinere Ableger könnten die Baureihe für Käufer interessant machen, die keinen großen Geländewagen benötigen. Wenn Mitsubishi die Positionierung richtig trifft, könnte der Pajero zur Antwort des Unternehmens auf die immer vielfältigere Land-Cruiser-Familie werden. Selbst Mercedes arbeitet an einer kleineren G-Klasse – ein Zeichen dafür, wie beliebt geländegängige SUVs weiterhin sind.

Die große Frage ist, wie viel vom robusten Charakter des Flaggschiffs auf die kleineren Modelle übertragen wird. Drei SUVs mit Leiterrahmen braucht es nicht zwingend, doch die kleineren Pajeros sollten genügend Geländetauglichkeit mitbringen, um den Namen zu rechtfertigen. Nach dem, was Mitsubishi mit der Bezeichnung Eclipse gemacht hat, ist es erfreulich zu sehen, dass der Pajero mit klarem Bezug zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Nun muss Mitsubishi sicherstellen, dass die kleineren Modelle nicht verwässern, was diesen Namen besonders macht.