Test Toyota Supra 2019: Prototyp schon gefahren

Ich winde mich um eine enge Kurve mit steilem Gefälle und ohne Leitplanken und ich haue ein bisschen nervös in die Bremse. Die schmalen Reifen stöhnen wiederwillig und das Heck schwingt ein wenig heraus. Die Zahlen auf dem Tacho fallen und ich gehe runter in den Zweiten. Komm schon, Baby, dreh! Aber es dauert einfach zu lange, um die Geschwindigkeit wieder aufzubauen.

Alles zum bayrischen Supra-Bruder

Ist es das, was ich von der Reinkarnation der Toyota Supra erwartet habe? Von dieser so fürchterlich lang ersehnten fünften Generation der Toyota-Legende? Nein, sicher nicht. Macht aber nix, schließlich sitze ich nicht in einer Supra, sondern am Steuer des kleineren Toyota GT86 und ich jage eine neue Supra um den spanischen Circuito del Jarama, nahe Madrid.

Vorhersehbarerweise sehe ich hier gerade kein Land, denn der 205 PS starke Saugboxer des 86ers hat gegen den aufgeladenen 3,0-Liter-Reihensechszylinder der neuen Supra nicht wirklich viel zu melden.

Einmal mehr muss ich zuschauen, wie die Supra davonzieht. Sie ist noch mit reichlich Tarnfolie bedeckt, ihre famose Beschleunigung und ihr super flaches, kompaktes Handling kann sie trotzdem nicht verstecken. Ein Satz Michelin Pilot Super Sports klebt die Supra an den Teer.

Toyota Supra Prototype
Toyota Supra Prototype
Toyota Supra Prototype
Toyota Supra Prototype

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe einen Riesen-Spaß im GT86. Allein die manuelle Schalterei ist ein Traum. Das wird es in der Supra...