Mitsubishi L200 (2015) im Test

Der erste Gedanke, als wir den Mitsubishi L200 für unsere zweiwöchige Testfahrt in Empfang nehmen? Die 17 -Zöller erinnern uns an irgendetwas. Um genau zu sein, wecken die Schmiederäder sogar Erinnerungen. Sie sehen verdammt nochmal wie die Lamborghini-Felgen aus, die in den 1980er-Jahren an dem Countach geschraubt wurden. Bevor Sie jetzt aber aufspringen und mit mindestens 26.290 Euro zum Mitsubishi-Händler hechten, muss ich Sie enttäuschen: Sie werden dort kein Lambo-ähnliches-Schnäppchen machen. Warum sich der Ausflug trotzdem lohnen könnte, verrät unser Test.

Ein amerikanischer Fullsize-Pick-up ist Ihnen zu groß und zu sehr Spritschleuder? Ein VW Amarok ist Ihnen zu gewöhnlich? Aber es soll trotzdem ein Lastesel mit offener Ladefläche sein? Hier springt der Mitsubishi L200 der fünften Generation in die Bresche. Genau wie der Toyota Hilux, der Isuzu D-Max oder der Nissan NP300 Navara. Alle sind Ein-Tonnen-Pick-ups, die aus Fernost stammen. Mit einer Länge von jeweils rund 5,30 Meter (unser Testwagen mit fünfsitziger Doppelkabine misst 5,29 Meter) haben alle Derivate in etwa die gleichen Abmessungen. Und auch in der Zuladung rangieren sie um die Ein-Tonne-Marke (bei unserem L200 sind es 955 Kilogramm).

Von Außen hat sich Mitsubishi bei der neuen Generation wirklich große Mühe gegeben. Die Front wurde runderneuert und auch das Heck erhielt eine neue und leicht veränder...