Dachlos im Regen: Was kann der KTM X-Bow?

ESP, ABS, ASR, Klimaanlage, Airbags, Servolenkung, Radio, Bremskraftverstärker oder verstellbare Sitze: Dies sind nur einige der Sicherheits- und Komfortfeatures, mit denen der KTM X-Bow nicht aufwarten kann. Und wissen Sie was? Das ist auch gut so. Schließlich belasten sich auch Rennfahrzeuge nicht mit Schnickschnack wie CD-Player oder Sitzheizung, und nichts anderes als einen leicht gezähmten Rennwagen lassen die Bike-Spezialisten von KTM mit dem X-Bow auf die Straße los.

Ganz vorsichtig
Daran lassen auch die bei der Fahrvorstellung anwesenden Instruktoren auf dem ADAC-Sicherheitsgelände in Grevenbroich keinen Zweifel aufkommen. Also bitteschön immer voll auf die Bremse latschen und dann den Druck reduzieren, bis die gnadenlos bissigen Stopper die Räder gerade nicht mehr zum Blockieren bringen. Und da Petrus wohl leider kein X-Bow-Fan ist und heute die Himmelsschleusen über dem Rheinland weit geöffnet hat, gilt noch mehr Vorsicht beim Umgang mit dem Gaspedal. ,Passen's auf, das die Kiste immer schön gerade steht, bevor sie drauftreten – sonst haut der Turbo nei und's geht ab in die Botanik."

Keine Angst
Mit einer gehörigen Portion Respekt nähere ich mich also dem schwarz-orangenen Flachmann. Die scharf gezeichneten Bodypanels über dem Karbon-Monocoque und die winzigen, zusammengekniffenen Scheinwerferaugen lassen den X-Bow wie ein überdimensionales Insekt aus vergangenen Erdzeitaltern wirken. Und zwar wie eines mit einem gewaltigen Stachel im Hintern. 240 PS und 310 Newt...