KTM X-Bow GT-XR: Rennauto mit Straßenzulassung und Audi-R5-Turbo
Der Fünfzylinder produziert 500 PS
Es gab ja bereits das ein oder andere Erlkönigbild. Nun enthüllt KTM seinen neuen X-Bow GT-XR auch offiziell. Er ist das straßenzugelassene Äquivalent zum hauseigenen GT2-Rennwagen. Der Hingucker schlechthin ist sicher das Batmobil-würdige Kabinendach. KTM selbst beschreibt sein Rennauto mit Kennzeichen als "kompromisslosesten Supersportwagen für die Straße".
Das ultraflache Coupé ist sowas wie die Krönung der X-Bow-Geschichte, die ja bereits im Jahr 2008 begann. Als Rückgrat dient dem Auto ein Carbon-Monocoque. Der GT-XR hat ein Leergewicht von reichlich beeindruckenden 1.250 Kilogramm. Der Tank fasst eine für Größe und Gewicht unübliche Füllmenge von 96 Litern, was dem Auto eine Diesel-eske Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern bescheren soll.
Das nach vorne klappende Kabinendach wird elektrisch betätigt und verfügt sogar über eine Soft-Close-Funktion. Nicht, dass Sie den GT-XR noch mit einer Mercedes S-Klasse verwechseln.
Angetrieben werden im neuesten X-Bow - wie nicht anders zu erwarten - ausschließlich die Hinterräder. Ein Hinterachs-Sperrdifferenzial hilft bei der Übertragung der Kraft auf die Straße. Als Pumpe dient dem Auto Audis über jeden Zweifel erhabener 2,5-Liter-TFSI-Fünfzylinder, der es in diesem Fall auf 500 PS bei 6.350 Touren bringt. Das maximale Drehmoment von 581 Nm liegt bei 5.550 U/min an. Beide werte liegen deutlich über dem, was man in einem Audi RS 3 oder TT RS bekommt (maximal 400 PS und 500 Nm).
Als Getriebe dient dem X-Bow GT-RX wenig überraschend ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DQ500). Der Sprint von 0-100 km/h soll in 3,4 Sekunden erledigt sein. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 280 km/h.
Eine optionale hydraulische Lift-Funktion schützt Frontschürze und Unterboden vor ungewolltem Schaden. Das Auto rollt auf OZ Racing-Felgen in 19 Zoll vorne und 20 Zoll hinten. Die Reifen messen 235/35 R19 und 295/30 R20.
Beim Fahrwerk setzt man auf höhenverstellbare Dämpfer von Sachs. Die Gewichtsverteilung liegt bei 44:56 Prozent vorne/hinten. Keramik-Bremsen gibt es gegen Aufpreis. Die Vollcarbon-Karosserie wird händisch lackiert. Innen gibt es zwei Schalensitze und Bildschirme, die als Außenspiegel dienen. Statt letzteren installiert KTM seitliche Kameras außen am Auto.
Der GT-RX wird im selben Werk in Graz produziert, wo auch die anderen X-Bow-Varianten zusammengebaut werden. Der Grundpreis liegt bei 284.900 Euro. Zu den weiteren Optionen zählen Zentralverschlussräder oder ein Katalysator und ein Schalldämpfer für die Edelstahl-Auspuffanlage. KTM baut derzeit etwa 100 X-Box pro Jahr, die neueste Ausbaustufe dürfte also ein seltener Gast auf öffentlichen Straßen bleiben.
Bildergalerie: KTM X-Bow GT-XR 2023
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