Der seltsamste Mitsubishi aller Zeiten hieß "Fliegender Mops"
Der Mitsubishi Flying Pug, wurde Ende der 90er Jahre produziert. Ein Exemplar wird nun versteigert
Während der Mitsubishi Pajero vor der Rückkehr steht, kommt eine seiner ungewöhnlichsten Varianten überhaupt im September 2026 in Nashville (USA) unter den Hammer. Sie heißt Mitsubishi Flying Pug und könnte problemlos den Titel als eines der seltsamsten jemals produzierten Autos beanspruchen. Der Name ist hier Programm: Fliegender Mops.
Der Flying Pug sollte innerhalb der Mitsubishi-Palette bewusst etwas völlig anderes darstellen: ein Geländewagen im Retro-Look für den japanischen Heimatmarkt. Die für ihre Retro-Umbauten bekannte japanische Firma Mitsuoka war aber nicht an dem Umbau beteiligt.
Der Flying Pug war die dritte Sonderedition des Pajero Junior und wurde von September 1997 bis Juni 1998 hergestellt. Sein Design war von klassischen britischen Automobilen inspiriert. Der Hersteller plante, 1.000 Exemplare zu bauen, in der Hoffnung, ebenso viele Kunden zu überzeugen. Tatsächlich kam es jedoch ganz anders.
Am Ende wurden nur 139 Fahrzeuge des fliegenden Mopses verkauft. Viel zu wenig, um dieses misslungene Designexperiment zu retten, zumindest gemessen an den äußerst bescheidenen Verkaufszahlen. Dabei war die Technik durchaus solide.
Der Flying Pug basierte nämlich auf dem Mitsubishi Pajero Junior, einem kleinen Geländewagen, der zwischen 1995 und 1998 ausschließlich in Japan verkauft wurde. Der Junior wiederum war die größere Variante des Minica, eines Kei-Cars, das ab 1962 gebaut wurde und seine Laufbahn erst 2007 nach acht Generationen beendete.
Im Vergleich zum Minica verfügte der Pajero Junior über einen größeren Motor, da er nicht den strengen Kei-Car-Vorschriften unterlag: 1,1 Liter Hubraum und 59 kW (80 PS), kombiniert mit einer 3-Gang-Automatik und Allradantrieb. Das reichte damals aus und genügte, um den kleinen Geländewagen angemessen zu bewegen.
Und hier kommt der Flying Pug ins Spiel. Denn während der Junior formal den übrigen Mitsubishi-Modellen jener Zeit entsprach, wirkte seine extravagante Schwester wie ein Londoner Taxi mit zwei Türen weniger. Respektive von vorne wie ein moderner Fiat Topolino.
Die Bodenfreiheit entsprach der eines typischen Geländewagens, alles andere war außergewöhnlich. Und offenbar ein Stück zu außergewöhnlich. Zur Serienausstattung gehörten Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Scheibenbremsen, Autoradio, abgedunkelte hintere Seitenscheiben, Leichtmetallräder und umklappbare Rücksitze.
Nun sucht eines der 139 Exemplare einen neuen Besitzer. Würden Sie sich trauen, ein Gebot abzugeben?
Auch interessant
Mitsubishi Grandis Mildhybrid (2026) im Test: Erfreulich normal!
McLarens Supercar mit Handschaltung ist kein Ausblick auf die Zukunft
Satte Rabatte für Ehrenamtler bei Mitsubishi
Offiziell: So sieht der neue Hyundai Tucson aus
Wie einst Schumacher: China E-SUV geht mit Tunnel-Looping viral
Tatsächlicher Verbrauch: Mazda CX-5 Skyactiv-G 141 (2026) im Test
VW baut offiziellen 1.000-PS-Golf mit Audi-Fünfzylinder (Update)