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Für eine persönlichere Erfahrung

BMW enthüllt still und leise: Der V8-Motor hat noch eine lange Zukunft

Zum Teufel mit dem Downsizing

2027 BMW X5
Bild von: BMW

Der neue X5 geht als erstes BMW-Serienmodell in die Geschichte ein, das gleich fünf Antriebsarten anbietet: Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro und Wasserstoff. Eine Hausnummer fehlt allerdings – zumindest zum Start: Die Rede ist von einem großen V8. Zum Marktstart wird das Luxus-SUV auf der Verbrennerseite zunächst nur mit Reihensechszylindern angeboten. Doch es gibt gute Nachrichten: Der Achtzylinder kommt.

In der (mit 64 Seiten wirklich unfassbar langen) Pressemitteilung zur fünften Generation des in Spartanburg gebauten Luxus-Kolosses findet sich der Hinweis, dass ein größeres Aggregat nachgereicht wird. Wenig überraschend reserviert BMW den 4,4-Liter-Biturbo-V8 für eine M-Performance-Version des Business-SUVs.

Offiziell ist der Name noch nicht, doch naheliegend ist die Bezeichnung X5 M60. Ja, ohne „i“ am Ende – denn BMW lässt den Buchstaben bei Benzinern zunehmend weg. Das betrifft bereits mehrere Baureihen, auch den neuen X5 in den 40er-Varianten. Künftig soll das „i“ ausschließlich für Elektroautos reserviert sein. Ob ein "reiner" V8 ohne Plug-in-Hybridisierung allerdings auch nach Europa kommt, erscheint fraglich.

Foto von: BMW

Klar ist jedenfalls: Auf den X5 M60 müssen Interessenten noch ein wenig warten: Er steht nicht zum Marktstart bereit. Eine Analogie zum ebenfalls noch taufrischen Rivalen Audi Q7, bei dem der V8 wohl auch nachgereicht wird. BMW plant, die V8-Variante im Laufe des Jahres 2027 zu bringen. 

Der neue BMW X5 bekommt drei M-Performance-Varianten

Eine M-Performance-Variante gibt es zum Start gibt es zum Start des X5 aber sehr wohl. Sie heißt X5 M60e und ist mit 612 PS Systemleistung das aktuell stärkste Modell der Baureihe. Das dürfte sich ändern, wenn das rein elektrische M-Performance-Modell nachgereicht wird. Vorstellbar ist ein iX5 M70, der dann wie beim gelifteten 7er auf 680 PS kommen könnte.

Und dann ist da ja noch der X5M. Klar ist: Wir werden wie beim kommenden M3 zwei vollwertige M-Versionen bekommen. Eine rein elektrische, deren Output nochmal deutlich über dem des M70 liegen wird. Und dann vermutlich noch einen X5M mit V8-PHEV wie im M5 und XM.  

Angesichts der Tatsache, dass der auslaufende X5 fast acht Jahre gebaut wurde, dürfte BMW den V8 in der neuen Generation vermutlich bis weit in die 2030er-Jahre am Leben halten. Da ein neuer X7 für 2027 bestätigt ist und sehr wahrscheinlich ebenfalls den größten Motor der Marke erhalten wird, ist die Achtzylinder-Geschichte noch lange nicht zu Ende. Außerdem soll auch die kürzlich geliftete 7er-Reihe 2027 als M-Performance-Variante wieder einen V8 bekommen. Auch für die neue Konzern-Marke Alpina entwickelt man eine V8-Version der 7er-Reihe – und dürfte Ähnliches für den nächsten X7 planen.

Der BMW V12 läuft weiter – aber nicht in BMW-Modellen

Technisch gesehen baut BMW sogar noch ein größeres Aggregat. Der 6,75-Liter-V12 mit Biturbo, der im britischen Werk Hams Hall montiert wird, bleibt jedoch exklusiv den Modellen von Rolls-Royce vorbehalten. Die Ultra-Luxusmarke aus Goodwood wollte ursprünglich bis 2030 vollständig elektrisch werden – das ist inzwischen nicht mehr der Plan.

Damit dürfte der Zwölfzylinder ebenfalls über das nächste Jahrzehnt hinaus weiterlaufen. Mit einer Rückkehr in ein BMW- oder Alpina-Modell ist allerdings kaum zu rechnen.


Motor1 meint: Während Mercedes-AMG das Bekenntnis zum V8 groß thematisiert, ist der Achtzylinder im X5 kaum mehr als eine Randnotiz in einer Pressemitteilung. Der Grund ist simpel: BMW hat nie angekündigt, sich von großvolumigen Motoren oder dem Verbrenner generell zu verabschieden. Selbst mit strengeren Euro-7-Vorgaben am Horizont ist im V8 noch Leben.