Ferrari CZ26 (2026): Aus SF90 wird ein Berlinetta-Unikat
Das Einzelstück erhielt eine maßgeschneiderte Karosserie und ein neu gestaltetes Cockpit
Ferrari hat in Monterey den CZ26 vorgestellt: Eine als Einzelanfertigung für einen US-Kunden im Rahmen des "Special Projects"-Programms der Marke entwickelte Berlinetta. Das Fahrzeug basiert auf der Plug-in-Hybrid-Plattform des SF90 Stradale, verfügt jedoch über eine vollständig maßgeschneiderte Karosserie und Innenausstattung, die vom Ferrari Design Studio unter der Leitung von Flavio Manzoni entworfen wurden.
Während der CZ26 den Antriebsstrang und die Leistungshardware des SF90 beibehält, verfügt er über eine neue Zwei-Box-Silhouette mit umfangreichen aerodynamischen Maßnahmen an Front und Heck. Ferraris Vorgabe lautete, eine auf den ersten Blick erkennbare Form mit eigener visueller Identität zu schaffen, anstatt das Supercar lediglich neu zu gestalten. Die Italiener hatten diesen Ansatz bereits bei früheren Einzelstücken wie dem Ferrari SP38, ein vom F40 inspiriertes Einzelstück, verfolgt hat.
Design, Aerodynamik und Innenraum
Die Karosserie des CZ26 zeichnet sich durch eine niedrige, horizontale Haltung und einen zentralen "Kapsel"-Bereich aus, der von markanten Radkästen eingerahmt wird. An der Front beherbergt ein über die gesamte Breite reichender Kühlergrill ultraschlanke, verdeckte Beleuchtungselemente und Bremskühlungsöffnungen sowie Sensoren und weitere Komponenten. Darüber verläuft eine nahezu senkrechte Vorderkante, die der Frontpartie ein ganz anderes Aussehen verleiht als beim Basismodell SF90 Stradale.
Hinten betonen ein abgeschnittenes Heckteil, freistehende Rückleuchten und ein breiter Diffusor die Breite und geringe Höhe des Fahrzeugs. Ferrari überarbeitete den Unterboden sowie die Wirbelgeneratoren, integrierte ein "Air-Curtain"-System in den äußeren Bereichen der Frontschürze und entwickelte einen neuen Heckspoiler sowie einen modifizierten Diffusor, um den Anpressdruck zu erhöhen und gleichzeitig den Luftwiderstand im Rahmen zu halten.
Das Exterieur ist in der exklusiven Silberlackierung "Argento Veloce" mit flüssig anmutendem Effekt gehalten. Akzente in "Rosso Lampante" und pigmentierte Kohlefaser-Elemente bilden dazu einen Kontrast und lassen die Radhäuser sowie Aerodynamik-Komponenten optisch gestreckter wirken.
Ferrari CZ26
Im Innenraum dominiert ein speziell gefertigtes, schwarzes Funktionsgewebe, kombiniert mit Sitzauflagen aus dem 3D-Drucker, Details im sich wiederholenden "Rosso Lampante" und einem eingestickten CZ26-Logo. Zudem kommen glänzende Kohlefaser mit eingearbeiteten Metallfäden sowie seidenmatte Kohlefaser und in Wagenfarbe lackierte Elemente an Armaturentafel und Türen zum Einsatz.
Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang auf SF90-Basis
Unter der maßgefertigten Karosserie behält der CZ26 den Plug-in-Hybrid-Antrieb des SF90 Stradale bei. Ein 4,0-Liter-V8-Motor mit Biturbo-Aufladung leistet 797 PS und wird von Elektromotoren unterstützt, die eine Gesamtleistung von 162 kW aus einer 7,9-kWh-Batterie liefern. Die rein elektrische Reichweite wird mit 25 Kilometern angegeben. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe.
Ferrari gibt eine Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden an. Der Sprint von 0 auf 200 km/h dauert 6,7 Sekunden. Das Fahrzeug steht auf 20-Zoll-Reifen der Dimensionen 255/35 vorn und 315/30 hinten und verfügt über Carbon-Keramik-Bremsen. Die sollen den italienischen Flitzer aus Tempo 100 auf einer Strecke von weniger als 29,5 Meter zum Stillstand bringen können.
Der CZ26 reiht sich in eine wachsende Riege von Ferrari-Modellen mit extrem geringer Stückzahl ein: von Einzelstücken bis hin zu Kleinserien wie dem HC25 und anderen auf dem SF90 basierenden Spezialmodellen. Diese übertreffen Serienfahrzeuge wie den 296 GTB und den 12Cilindri in puncto Exklusivität und Individualisierungsgrad bei Weitem.
Quelle: Ferrari
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