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Für eine persönlichere Erfahrung

Toyota Hilux vs. Ford Ranger: Duell der Pick-up-Ikonen

Mild-Hybrid-Diesel trifft Plug-in-Hybrid: Die zwei meistverkauften Pick-ups Europas im direkten Vergleich

Toyota Hilux VS Ford Ranger
Bild von: Motor1.com

Der Pick-up-Markt in Europa wird seit Jahren von zwei Namen dominiert: Toyota Hilux und Ford Ranger. Beide haben sich erneuert, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit grundverschiedenen Ansätzen. Der neue Hilux der neunten Generation setzt auf die sprichwörtliche Robustheit und auf Elektrifizierung per Mild-Hybrid-System.

Der Ranger, zuletzt um eine Plug-in-Hybrid-Variante erweitert, zeigt sich technologisch ambitionierter und komfortorientierter als je zuvor, mit einer Ausrichtung, die stärker als früher an amerikanische Trucks erinnert. Beide Modelle tragen bis zu einer Tonne Zuladung im Laderaum, ziehen bis zu 3.500 Kilogramm und bewältigen anspruchsvollstes Gelände.

Exterieur

Beide Pick-ups setzen auf ein moderneres, muskulöseres Design als ihre Vorgänger, verfolgen dabei aber unterschiedliche Designphilosophien. Der neue Toyota Hilux zeigt ein vollständig neu gestaltetes Frontend mit schlankeren Scheinwerfern und einer Linie, die dem Leitthema "Robust & Agil" folgt. Neu sind zudem ein integrierter Einstiegsstufenrahmen und neue Seitenschweller; die Karosserie wird ausschließlich als Doppelkabine angeboten.

Toyota Hilux (2026) I
Bilder von: Toyota
Ford Ranger PHEV hibrida plug-in 2025

Ford Ranger PHEV 2025

Der Ford Ranger mit einer Länge von rund 5,37 Metern hält an seiner amerikanisch geprägten Formensprache fest: vertikales Frontend, breite Spurweiten und imposante Proportionen, die auf der Straße Präsenz markieren. Das Design wirkt besonders in den gehobenen Ausstattungslinien durchdachter und nähert sich der SUV-Ästhetik des Hauses an. Ein weiterer Vorteil des Ranger liegt in der größeren Auswahl an Karosserievarianten.

Modelle Länge Breite Höhe Radstand
Toyota Hilux

5,32 m

1,85 m

1,86 m

3,08 m
Ford Ranger 5,37 m 1,92 m

1,88 m

3,27 m

Interieur

Die neunte Generation des Hilux bringt einen vollständig neu konzipierten Innenraum mit. Das Armaturenbrett orientiert sich am Land Cruiser und integriert ein digitales Kombiinstrument von 12,3 Zoll sowie einen horizontal ausgerichteten Touchscreen gleicher Größe. Toyota hat dabei zahlreiche physische Bedienelemente beibehalten, was der Ergonomie und Alltagstauglichkeit auch unter harten Arbeitsbedingungen zugute kommt.

Der Ford Ranger antwortet mit einem der anspruchsvollsten Innenräume des Segments. Das große, hochformatige Infotainment-Display von rund 12 Zoll, das digitale Kombiinstrument und die insgesamt höhere Verarbeitungsqualität erzeugen ein Ambiente, das eher an einen PKW als an ein Nutzfahrzeug erinnert. Auch Geräuschdämmung und Fahrkomfort liegen nahe an denen eines SUV. Einige zentrale Offroad-Funktionen werden beim Ranger ausschließlich über digitale Bedienelemente gesteuert.

Toyota Hilux (2026)
Bild von: Toyota
Ford Ranger PHEV 2025 Wildtrak -
Bild von: Ford

In puncto Nutzwert liegen Toyota Hilux und Ford Ranger nah beieinander, unterscheiden sich jedoch je nach Konfiguration. Der neue Hilux Double Cab verfügt über eine Ladefläche von rund 1,56 Metern, bei einer Nutzlast von rund einer Tonne und einer Anhängelast von 3.500 Kilogramm. Das Mild-Hybrid-System hat dabei weder bei Nutzlast noch bei den Geländefähigkeiten Einschränkungen mit sich gebracht.

Toyota Hilux (2026) Ibrido 48V Invincible

Toyota Hilux (2026) Ibrido 48V Invincible

Bild von: Toyota
Ford Ranger PHEV 2025 Wildtrak - Vano di carico

Ford Ranger PHEV 2025 Wildtrak - Vano di carico

Bild von: Ford

Der Ford Ranger ist etwas länger und bietet in der Doppelkabinen-Version eine Ladefläche von rund 1,64 Metern. Auch hier nähert sich die Nutzlast der 1.000-Kilogramm-Marke, während die Anhängelast ebenfalls 3.500 Kilogramm erreicht. Selbst die neue Plug-in-Hybrid-Variante hält diese Werte nahezu aufrecht und bestätigt damit die Vielseitigkeit, die maßgeblich zum Erfolg des Modells beigetragen hat.

Modelle Länge Ladefläche Nutzlast Anhängelast
Toyota Hilux 1,56 m 960 kg 3.500 kg
Ford Ranger 1,64 m 945,9 kg 3.500 kg

Motoren

Toyota verfolgt in Europa eine klare, auf Einfachheit ausgelegte Strategie: Der neue Hilux wird mit einem einzigen Verbrennungsmotor angeboten, einem 2,8-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 204 PS, gekoppelt an ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System und ein Sechsgang-Automatikgetriebe. Der Elektromotor steuert in Beschleunigungsphasen 65 Newtonmeter zusätzlich bei und soll den Kraftstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent senken, ohne Nutzlast oder Anhängekapazität zu beeinträchtigen. Ergänzt wird die Modellpalette durch eine vollelektrische Variante.

Toyota Hilux (2026) Ibrido 48V Invincible

Toyota Hilux (2026) Ibrido 48V Invincible

Bild von: Toyota
Ford Ranger PHEV 2025 Wildtrak - Dinamica off-road

Ford Ranger PHEV 2025 Wildtrak - Dinamica off-road

Bild von: Ford

Ford setzt dagegen auf ein deutlich breiteres Motorenprogramm. Das interessanteste Angebot ist der Ranger Plug-in-Hybrid, der den 2,3-Liter-EcoBoost-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert und eine Systemleistung von 281 PS erzielt. Das System arbeitet mit einem Achtgang-Automatikgetriebe und permanentem Allradantrieb zusammen und verspricht höhere Fahrleistungen sowie mehr Laufruhe im Alltag. Daneben stehen ein 2,0-Liter-Turbodiesel sowie ein 3,0-Liter-V6-Dieselmotor zur Wahl.

Modelle Diesel Diesel MHEV Benzin PHEV Elektisch
Toyota Hilux   2,8 l 48V 204 CV    129 kW (176 CV)
Ford Ranger

2.0 l 205 CV
3.0 l V6 240 CV

  2.3 l 281 CV  

Preise

Der neue Toyota Hilux startet in der Basisausstattung bei 41.400 Euro netto und reicht bis zur Invincible-Topversion für 53.400 Euro, ebenfalls netto. Die Elektrovariante beginnt bei 58.000 Euro, jeweils ohne Mehrwertsteuer.

Der Ford Ranger liegt im Einstiegspreis etwas höher, was einer reichhaltigeren Serienausstattung geschuldet ist. In den gehobenen Ausstattungslinien und vor allem in der neuen PHEV-Version, die sich dank ihrer Leistungsstärke und Technologieausstattung im Premiumbereich des Segments positioniert, steigt der Preis spürbar. Die Dieselversionen beginnen bei 46.500 Euro netto; das Topmodell Platinum als Doppelkabine mit 3,0-Liter-V6 kostet 59.400 Euro, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer.