Mega-Rabatt für den neuen Polo-Gegner BYD Dolphin G
Bis zu 10.000 Euro weniger kostet der neue Kleinwagen dank E-Bonus und Förderung
BYD hats schon wieder getan. Der chinesische Großkonzern will die Weltherrschaft ... äh die Weltmarktführerschaft an sich reißen und gibt weiter Vollgas, auch bei den Rabatten. Jetzt gewährt BYD auch für den brandneuen, erst gestern präsentierten Dolphin G den hauseigenen E-Bonus, der den Kleinwagen zusammen mit dem möglichen Förderbetrag um glatte 10.000 Euro verbilligt.
BYD bringt frischen Wind in die Klasse der Kleinwagen. Mit dem frisch präsentierten Dolphin G DM-i stellt der chinesische Hersteller den bislang einzigen echten Plug-in-Hybriden in diesem hart umkämpften Segment vor. Das Modell kombiniert einen 1,5-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren. Mehr dazu in unserer ausführlichen Vorstellung inkl. Fahrbericht.
Vorweg soviel: Gutes Auto. Aber BYD scheint den eigenen Qualitäten nicht ganz zu trauen und haut jetzt auch für dieses Modell einen handfesten Rabatt raus von 5.500 Euro raus. Dieser sogenannte E-Bonus lässt sich mit der staatlichen Förderung von 4.500 Euro kombinieren, was den Einstiegspreis drastisch auf 18.990 Euro senkt. 10.000 Euro Rabatt auf ein Auto, das knapp 29.000 Euro kostet ist mal eine Ansage!
Die Konkurrenz sieht alt aus
Technisch vergleichbar sind am ehesten die modernen Vollhybride aus Japan, die jedoch keinen Stecker besitzen. Der Toyota Yaris Hybrid startet in der Preisliste regulär ab 25.500 Euro, während der geräumige Honda Jazz e:HEV als Elegance sogar mindestens 25.900 Euro kostet. Beide fahren zwar ebenfalls sehr effizient mit doppelter Antriebskraft, müssen aber ohne externe Lademöglichkeit auskommen. Der Dolphin G DM-i kontert dies mit einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 105 Kilometern.
Selbst die klassischen Benziner-Konkurrenten geraten dadurch ins Hintertreffen. Einfache Verbrenner wie der VW Polo oder der Renault Clio bieten in ihren Basisversionen keinerlei Elektrifizierung. Dennoch sind diese Modelle in der Anschaffung nicht billiger. Ein nackter Basis-Polo kostet mindestens 20.135 Euro, hat dann aber nur magere 80 PS und quasi Null Ausstattung.
Der BYD Dolphin G überzeugt durch feine Technik und viel Ausstattung.
Ähnlich sieht es beim Renault Clio aus. Für 19.950 Euro bekommt man immerhin 115 PS, aber weniger Ausstattung und keine Elektrifizierung. Diese gibt es erst mit dem 160 PS starken Full-Hybrid, der als "Techno" schon 25.900 Euro kostet und damit fast 7.000 Euro über dem Dolphin G liegt. Und Opels Corsa beginnt als 100 PS starker Benziner bei 22.890 Euro. Damit liefert BYD mit dem Dolphin G DM-i ein Fahrzeug, das trotz hochkomplexer Plug-in-Technologie und großem Akku am Ende weniger kostet als ein herkömmlicher Benziner der europäischen Konkurrenz.
Auch bei den anderen Modellen des Herstellers zeigt sich die aktuelle Rabatt-Offensive sehr deutlich. BYD rollt den hauseigenen E-Bonus für fast die gesamte Produktpalette aus. So profitiert der neue Atto 2 DM-i ebenfalls von kräftigen Nachlässen und startet inklusive aller Prämien bereits bei 22.990 Euro. Der größere SUV-Bestseller Seal U DM-i ist dank der Doppel-Förderung schon ab 24.990 Euro zu haben. Selbst der geräumige Seal 6 DM-i Touring wird durch die Boni auf einen Einstiegspreis von 25.990 Euro gedrückt.
Ob sich BYD damit einen Gefallen tut, derart aggressiv über den Preis ihre Marktanteile drastisch zu erhöhen, wird die Zeit zeigen. Kurzfristig haben sie mit dieser Strategie großen Erfolg, wie die Marktführerschaft bei den Plug-in-Hybriden in Deutschland oder auch der Fakt, dass BYD mit Abstand die erfolgreichste chinesische Marke hierzulande ist, zeigt. Längerfristig könnte der Kunde BYD aber hauptsächlich als Budget-Marke, die ihre Autos nur über den Preis verkaufen kann, wahrnehmen. Und das hätten die technisch aufwendigen und gut gemachten Autos nicht verdient.
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