Honda Jazz mit neuem Benziner im Test

Meinen letzten Fahrbericht zu Hondas Kleinwagen überschrieb ich mit: Jazz ohne Pep. Grund war der standardmäßig eingebaute und ziemlich müde 1,3-Liter-Saugbenziner. Nun stellen ihm die Japaner einen neuen 1,5-Liter-Benziner zur Seite. Wir haben den Wagen getestet, um herauszufinden, ob er dem Wagen neuen Schwung verleiht.

Nicht mehr untermotorisiert
Mit dem bisher ausschließlich angebotenen 1,3-Liter-Saugbenziner (102 PS, 123 Newtonmeter Drehmoment) war der Jazz wie gesagt deutlich untermotorisiert. Neben ihn tritt nun ein 1,5-Liter-Sauger mit 130 PS und 155 Newtonmeter, der aus dem Honda HR-V bekannt ist. Mit dem Direkteinspritzer ist der Kleinwagen jetzt angemessen motorisiert. Den Schwung von unten heraus, den ein Turbobenziner bietet, kann er aber natürlich nicht bieten. 155 Newtonmeter sind nicht besonders viel.

Wieder kein Turbo
Warum also hat Honda nicht den 1,0-Liter-Turbo aus dem Civic (129 PS und 200 Newtonmeter) genommen und in den kleinen Bruder eingepflanzt? Weil es den Jazz 1.5 in den USA schon gab, so Honda-Techniksprecher Ko Yamamoto. Eine Anpassung des 1.0 VTec Turbo für die wenigen europäischen Kunden hätte sich nicht rentiert. So müssen wir eben mit dem Sauger vorlieb nehmen – und einer Höchstgeschwindigkeit, die irritierenderweise nicht größer ist als beim 1,3-Liter-Motor. Andererseits: 190 km/h reichen für einen Kleinwagen ja auch aus, oder?

Hartes Fahrwerk, knackige Schaltung
Vielleicht will man ja auch gar nicht schneller fahren. Denn das Fahrwerk wir...