Audi kündigt Debüt des neuen Q3 für Sommer 2025 an (Update)
2024 gab es einen Gewinneinbruch um 33 Prozent, auch aufgrund weniger Auslieferungen
Update vom 18. März 2025: Die Zahl der ausgelieferten Modelle der Marke Audi sank 2024 um 11,8 Prozent auf 1.671.218. Darunter befanden sich 164.480 vollelektrische Automobile (-7,8 Prozent). Infolge dessen sank der Gewinn um 33 Prozent. Auch, weil wichtige Modelle wie der neue A5 und A6 erst sukzessive beim Händler stehen. Bis Ende des Jahres 2025 will das Unternehmen aber das jüngste Produktportfolio im Wettbewerbsumfeld haben.
Das Jahr 2025 steht dabei im Zeichen der Erneuerung der beiden wichtigen Modellreihen A6 und Q3. Zu Beginn des Monats hat Audi mit dem A6 Avant das erste Modell der neuen A6-Verbrenner-Familie präsentiert, weitere werden folgen. Im Sommer 2025 gibt der neue Audi Q3 sein Debüt. Er soll nicht nur parallel zum Cupra Terramar in Ungarn gebaut werden, sondern auch in Ingolstadt.
Bildergalerie: Audi Q3 Sportback (2026) Erlkönigfotos
Bereits Ende 2024 hat Audi mit dem A3 Sportback TFSI e und dem A3 allstreet TFSI e einen PHEV-Push gestartet. Am 25. März wird der Audi A5 als Plug-in-Hybrid-Variante vorgestellt. Bis Ende 2025 kommen in Summe zehn neue Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb auf den Markt.
Audi lieferte im Jahr 2024 weltweit rund 1,7 Millionen Fahrzeuge aus – davon mehr als 164.000 vollelektrische Modelle. Das ist ein starker Rückgang von knapp 12 Prozent (8 Prozent bei vollelektrischen Modellen) im Vergleich zum Vorjahr.
Gründe für das Minus im vergangenen Jahr waren laut Audi unter anderem die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ein intensives Wettbewerbsumfeld sowie eine eingeschränkte Teileverfügbarkeit. Zudem wirkt sich das neue Produktportfolio erst sukzessive auf die weltweiten Verkaufszahlen aus. So ersetzte der A5 die bisherige A4-Reihe.
"Wir haben ein klares Zielbild, wie wir Vorsprung durch Technik neu definieren. Unsere laufende Modelloffensive zeigt, wohin die Reise für Audi geht. Das Jahr 2024 war dabei Teil einer Übergangsphase hin zu unserem neuen Produktportfolio", sagt Audi-CEO Gernot Döllner.
"Zudem prägten weltwirtschaftliche Unsicherheiten sowie ein verschärfter Wettbewerb das vergangene Jahr. Trotz dieser Herausforderungen sind wir überzeugt, dass wir unsere langfristigen Ziele erreichen werden. Mit einer klaren Produkt- und Technologie-Roadmap verjüngt Audi konsequent das Produktportfolio mit über 20 neuen Modellen in den Jahren 2024 und 2025.", so Döllner weiter.
Im vergangenen Jahr hat Audi bereits mehr als die Hälfte davon vorgestellt, darunter die neuen batterieelektrischen Fahrzeuge Audi Q6 e-tron und Audi A6 e-tron sowie Verbrenner wie den A5 und Audi Q5. "2025 setzen wir unsere Modellinitiative fort und erneuern zentrale Modellfamilien wie den Audi A7 und den Audi Q3. Darüber hinaus können sich Kundinnen und Kunden auf zahlreiche neue Plug-in-Hybride freuen.", verkündet der Audi-Chef.
Der neue Audi Q3 läuft gemeinsam mit dem Cupra Terramar (Bild) in Ungarn vom Band
Nach dem Rekordjahr 2023 beeinflussten geopolitische und industrielle Rahmenbedingungen die Auslieferungszahlen 2024. Ein von Stagnation und strukturellen Problemen geprägtes gesamtwirtschaftliches Umfeld sowie eine angespannte politische Lage stellten die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen und prägten das Konsumverhalten im internationalen Rahmen.
"Das Jahr 2024 wurde schon zu Beginn als ein Übergangsjahr eingestuft. Wir haben starke Modelle im Anlauf, die allerdings erst sukzessive in den Märkten volumenwirksam werden. Zeitgleich sind einige Modelle ausgelaufen. Herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine fehlende Planbarkeit der Förderstrukturen sorgen aktuell branchenweit für eine gewisse Kaufzurückhaltung, vor allem bei vollelektrischen Fahrzeugen", sagt Marco Schubert, Vorstand für Vertrieb und Marketing.
Im Jahr 2024 übergab Audi global mehr als 164.000 vollelektrische Modelle an Kundinnen und Kunden (minus 8 Prozent). Stark nachgefragt war der Audi Q4 e-tron mit weltweit knapp 108.000 ausgelieferten Einheiten. Seit der Markteinführung im dritten Quartal verzeichnete der neue Audi Q6 e-tron knapp 15.000 Auslieferungen.
Bildergalerie: Audi Q5 (2024)
Neben den vollelektrischen Modellen waren vor allem der Audi Q5 (298.000 Einheiten), der Audi A6 (244.000 Einheiten) sowie der Audi Q3 (215.000 Einheiten) besonders beliebt.
Audi Sport lieferte 2024 weltweit mehr als 41.000 High-Performance-Fahrzeuge aus und verzeichnete damit einen Rückgang von rund 14 Prozent. In den USA erreichten die Audi Sport-Modelle mit über 9.000 Auslieferungen das beste Ergebnis aller Zeiten (plus 4 Prozent).
Die Auslieferungszahlen in Europa (ohne Deutschland) lagen mit rund 466.000 Fahrzeugen fast 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der ausgelieferten elektrischen Fahrzeuge lag bei knapp 81.000 Einheiten (plus 6 Prozent). Am häufigsten wurden in Europa der Audi A3 (84.000 Einheiten), der Audi Q3 (79.000 Einheiten) und der Audi Q4 e-tron (57.000 Einheiten) verkauft.
In Deutschland lieferte Audi über 198.000 Fahrzeuge (minus 21 Prozent) aus – davon rund 22.000 vollelektrische Fahrzeuge (minus 33 Prozent).
In Großbritannien lag die Zahl der Auslieferungen bei rund 123.000 Fahrzeugen (minus 11 Prozent), in Frankreich bei 48.000 Einheiten (minus 3 Prozent). Bei den elektrisch angetriebenen Modellen verzeichnete Audi in Frankreich eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber 2023. Auch in Italien zeigt Audi ein solides Ergebnis und lieferte mehr als 67.000 Einheiten (plus 1 Prozent), darunter rund 3.000 elektrische Fahrzeuge (plus 7 Prozent), aus. In Spanien (inkl. Kanaren) übergab Audi über 39.000 Autos (minus 4 Prozent) an Kundinnen und Kunden.
Fast 241.000 Einheiten (minus 13 Prozent) verkaufte Audi 2024 in Nordamerika – davon knapp 29.000 vollelektrische Fahrzeuge (minus 6 Prozent). Im wettbewerbsintensiven Markt China übergab Audi mehr als 649.000 Autos an Kundinnen und Kunden. Das entspricht einem Rückgang von rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Übersee- und Wachstumsmärkten lieferte Audi im Jahr 2024 über 116.000 Fahrzeuge aus (minus 18 Prozent).
Quelle: Automedia
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