Pössl Roadstar XL Evo (2026): Der X wird erwachsen
Fast sieben Meter lang, elektrisches Hubbett und mehr Stauraum
Mit dem neuen Roadstar XL Evo erweitert Pössl die X-Line um ein Modell mit mehr Radstand und Länge. Der Mercedes-Sprinter-Ausbau gewinnt an Innenraum, bleibt aber dem bekannten Konzept treu. Es gibt ein elektrisches Längshubbett und eine Heckgarage, die mehr als nur ein Stichwort ist.
Nach dem Roadstar X und XT folgt nun der XL Evo. Der neue Ausbau bringt das Konzept auf knapp sieben Meter Gesamtlänge. Damit spricht Pössl Camper an, denen die bisherigen X-Modelle zu kompakt waren. Das Fahrzeug bewegt sich in einem gut gefüllten Segment: Hymer Grand Canyon S 700 CrossTrail und auch die Dovra Rig X-610 und X-750 zeigen, wie unterschiedlich sich lange Sprinter-Ausbauten heute interpretieren lassen.
Bildergalerie: Pössl Roadstar XL Evo (2026)
Der Unterschied zu den bisherigen Pössl-Sprintern liegt nicht allein in der Fahrzeuglänge. Entscheidend ist der längere Radstand, der den Innenraum neu strukturiert. Statt auf knapp sechs Metern möglichst viele Funktionen unterzubringen, nutzen die Bayern den zusätzlichen Platz für mehr Raumgefühl. Bereits beim Betreten wirkt der Wohnbereich offener und weniger gedrängt als bei den kürzeren Modellen.
Im Heck befindet sich das auffälligste Element: ein elektrisch verstellbares Längshubbett. Tagsüber fährt es nach oben und gibt eine große Garage frei. Fahrräder, Campingmöbel oder Sportausrüstung finden hier deutlich leichter Platz als in vielen klassischen Kastenwagen. Nachts senkt sich das Bett wieder auf eine angenehme Schlafhöhe. Das Konzept ist alltagstauglich und bietet Stauraum, ohne dass zusätzliche Umbauten nötig sind.
Auch der übrige Grundriss profitiert von den zusätzlichen Zentimetern. Die Küche bietet mehr Arbeitsfläche und Stauraum, gegenüber liegt das kompakte Raumbad. Toilette und Dusche lassen sich voneinander trennen, sodass der Wohnbereich trotz der überschaubaren Fahrzeugbreite luftig bleibt. Das moderne Möbeldekor in Halifax-Eiche, indirekte LED-Beleuchtung und die klar gezeichneten Schrankflächen unterstreichen den hochwertigen Gesamteindruck.
Als Basis dient der Mercedes Sprinter mit 190 PS starkem Vierzylinder-Diesel. Der Roadstar XL Evo misst 6,97 Meter in der Länge, 2,02 Meter in der Breite und rund 2,85 Meter in der Höhe. Drei Sitzplätze sind Serie, Schlafplätze gibt es für zwei Personen. Der Campervan ist damit klar auf Paare ausgerichtet, bietet aber mehr Bewegungsfreiheit als die bisherigen X-Modelle.
Praktisch fällt auch die Variabilität im Wohnbereich aus. Je nach Ausführung ist der Roadstar XL Evo mit Einzelsitz oder einer Sitzbank erhältlich. Zur Serienausstattung gehören eine Lithium-Bordbatterie, eine Dieselheizung mit Elektrofunktion sowie zahlreiche Staufächer, die den Alltag unterwegs erleichtern.
Wer noch unabhängiger reisen möchte, kann den Sprinter mit einem umfangreichen Autark-Paket samt zwei Lithium-Batterien, Wechselrichter und Solaranlage ausstatten. Ebenso stehen eine Trocken-Trenn-Toilette, eine Außendusche, ein Zusatzbett im Heck oder eine elektrische Trittstufe auf der Optionsliste.
Der Preis startet bei 104.999 Euro. Mit umfangreicher Sonderausstattung, Premium-Chassis-Paket, Autark-Paket XL, Markise und weiteren Extras steigt der Preis auf über 132.000 Euro. Damit liegt der XL Evo klar im Premiumsegment der Kastenwagen. Seine Messepremiere feiert das Modell auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, wo Pössl unter anderem auch den neuen Summit Shine 640 R Evo zeigt.
In dieser Klasse gibt es mehrere Alternativen. Der Atlantis Carbon 4x4 setzt auf besonders exklusive Materialien und Offroad-Technik, der Bürstner Signature SMT interpretiert den Mercedes Sprinter besonders wohnlich, während der Kabe Novum Traq 750 skandinavischen Komfort mit Allrad kombiniert. Noch stärker in Richtung Expedition orientiert sich der Greenlander Sherpa.
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