Vergessene Studien: Fiat Marrakech Concept (2003)
Dieser Panda ist teils Cabrio, teils Geländewagen mit Allradantrieb ...
Im Laufe seiner Geschichte hat der Fiat Panda zahlreiche wie ungewöhnliche Veränderungen und Anpassungen erfahren. Aber diese Designstudie, die der Hersteller unter dem Namen Fiat Marrakech auf dem Autosalon 2003 in Barcelona präsentierte, ist dann selbst für die Panda-Baureihe irgendwie ziemlich verrückt. Es handelt sich nämlich um ein winziges Cabriolet. Mit Allradantrieb. Für die Strandpromenade oder Wüstendünen.
Von der Stadt ins Gelände
Der Marrakech, der der gleichnamigen marokkanischen Stadt gewidmet ist, bestätigt die Proportionen des Panda jener Jahre. Mit einer Länge von 3,57 Metern, einer Breite von 1,61 Metern, einer Höhe von 1,48 Metern und einem Radstand von 2,30 Metern verfügt dieser sehr gelbe Fiat über die richtigen Maße für enge Stadtstraßen.
Das Konzept weist – gegenüber normalen Cabrios von der Stande – einige besonders interessante Lösungen auf. Beispielsweise die niedrigen, fensterlosen Türen und die röhrenförmigen Stützen, die die Passagiere schützen. Sie erinnern an die Jolly-Strandwagen der 50er- und 60er-Jahre auf Basis des Fiat 500. Und dann ist da noch der Allradantrieb.
Es handelt sich um ein System mit Visko-Kupplung, das auch unter schwierigen Bedingungen für Grip sorgen soll – ohne es offensichtlich zu übertreiben. Die Technik und die Motoren des Fiat-Konzepts sind nicht bekannt und in den technischen Daten werden nur ein Satellitennavigationssystem sowie das Dualogic-Automatikgetriebe erwähnt.
Das Erbe
Heute mag ein solches Konzept komplett komisch erscheinen, aber für die damalige Zeit war es kein so gewagtes Experiment. Kleine Cabriolets waren damals recht gefragt und Konkurrenten wie Citroën, Peugeot, Opel oder Nissan präsentierten ebenso interessante Modelle.
Man denke nur an den C3 Pluriel, den 206 CC, den Tigra TwinTop oder den Micra CC. Allesamt Fahrzeuge auf der Basis von Kleinwagen, die in charmante Cabriolets verwandelt wurden. Ein Segment, das nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Marktsituation längst verschwunden ist.
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