Der Genfer Autosalon 2024 öffnete seine Pforten und während er für viele lediglich ein Schatten vergangener Tage war, gab es am Lac Léman dann doch auch die ein oder andere Weltpremiere zu sehen. Eine davon war der neue MG 3. 

Die zweite Generation des chinesischen Kleinwagens erfindet sich so ein bisschen neu und ist künftig als Hybrid unterwegs. Zudem kommt das Fahrzeug auch zu uns. Der erste MG3 war von 2011 bis 2022 erhältlich, gut 4 Meter lang und wurde auch in Großbritannien gebaut und verkauft. 

Bildergalerie: MG3 Hybrid+: Live-Bilder vom Genfer Autosalon 2024

Der Neue ist mit 4,11 Meter ein gutes Stück größer. Auch der Radstand wächst um 50 Millimeter auf 2,57 Meter. Das sollte für mehr Beinfreiheit im Fond sorgen. Der 298-Liter-Kofferraum ist einer der größten im Segment. Apropos: Zu den Konkurrenten zählen Renault Clio, Toyota Yaris, Honda Jazz oder Opel Corsa. Es geht um praktische, effiziente Mobilität mit einem Schuss Fahrspaß.

Im MG3 debütiert der neue Hybrid+-Antriebsstrang. Erstmals setzen die Chinesen hier nicht auf einen Plug-in-Hybrid. Stattdessen setzt man auf die Kombination aus einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 102 PS/128 Nm, einem Elektromotor mit 136 PS/250 Nm und einem zusätzlichen Generator. Mit einer Systemleistung von 194 PS ist der MG-Hybrid deutlich potenter als die Hybrid-Varianten von Clio und Yaris.

MG3 Hybrid+, die Fotos vom Genfer Autosalon 2024

Das macht sich auch in der Beschleunigung bemerkbar. MG verspricht 0-100 km/h in 8,0 Sekunden und 80 auf 120 km/h in 5,0 Sekunden. Zum Vergleich: Der Yaris benötigt 9,2 und 7,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 170 km/h liegen.

Neue Wege geht man auch in puncto Getriebe. Während der Vorgänger noch auf ein automatisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe oder eine 4-Gang-Automatik setzte, treibt der neue MG 3 die Vorderräder via 3-Gang-Automatik an. Eine Version mit Schaltgetriebe soll folgen. Der Hersteller nennt Performance-Vorteile gegenüber herkömmlichen CVT-Getrieben, die man oft in Hybriden findet. 

Die guten Fahrleistungen des MG3 sollen sich nicht negativ auf die Effizienz auswirken. Die Chinesen geben für ihren 1.285 Kilo schweren Kleinwagen einen Verbrauch von 4,4 Liter und CO2-Emissionen von 100 Gramm pro Kilometer an. 

Eine 1,83-kWh-Batterie soll genügend Saft bereitstellen, um "eine gute Reichweite im reinen Elektrobetrieb" zu ermöglichen. Was auch immer das heißt. Bis zu 80 km/h schnell soll man ohne Verbrenner fahren können. 

Weitere Optionen sind ein Series-Mode, wo der Motor als Generator funktioniert und die Nutzung als Parallel-Hybrid, wo beide Aggregate zusammen arbeiten und den vollen Output von 143 kW ermöglichen. MG hat bereits bestätigt, dass eine reine Verbrenner-Version nachgereicht wird.

Außerdem sagt man uns, dass die eigenen Ingenieure aus China und Europa zusammengearbeitet haben, damit das Fahrverhalten für diverse globale Märkte passt. Das Ansprechverhalten des MG3 Hybrid+ lässt sich über drei Fahrmodi – Eco, Standard und Sport – anpassen.

MG3-Innenausstattung
MG3-Innenausstattung

Dabei profitiert das Auto laut Hersteller von der Verwendung "neuer, extrem verwindungssteifer Komponenten im Fahrwerk". Das Ergebnis sei "ein sportliches Handling, das zugleich hohen Fahrkomfort gewährleistet". Feinschliff bei den Geräuschen will man durch optimierte Motorlager und neue schalldämmende Materialien im Chassis erzielt haben.  

Auch innen hat der MG3 des Jahres 2024 nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein. Das 7-Zoll-Instrumentendisplay und der 10,25-Zoll-Infotainment-Bildschirm kommen mit neuen Grafiken und sollen schneller ansprechen. 

In Deutschland wird es den MG3 ab Mai 2024 in drei Ausstattungsvarianten geben. Zur Serienausstattung zählen LED-Scheinwerfer, ein Navigationssystem und die übliche Smartphone-Integration über Android Auto/Apple CarPlay. Dazu gibt es sieben Jahre/150.000 Kilometer Garantie. Und das ab 19.990 Euro.

Darüber rangiert der "Comfort". Er bietet ab 21.490 Euro zusätzlich einen Heckscheibenwischer, automatisch anklappbare und beheizbare Außenspiegel, eine Sonnenblende mit integriertem Spiegel und Beleuchtung, Lüftungsdüsen hinten, sechs statt vier Lautsprecher, Ein-Knopf-Motorstart sowie 16-Zoll-Leichmetallfelgen.

Topmodell ist künftig der "Luxury" ab 23.990 Euro. Er bietet – zusätzlich zu "Comfort" – einen Regensensor, Tote-Winkel-Überwachung (BSM), Querverkehrswarnung hinten (RCTA), Spurverlassenswarnung (LDW), LED-Scheinwerfer mit manueller Leuchtweitenregelung, eine 360°-Kamera mit dynamischen Führungslinien, Sichtschutzverglasung ab B-Säule, eine Premium-Türkonsole, ein Mikrofaser-Lederlenkrad, ein schlüsselloses Zugangssystem, Teilledersitze mit Kartentaschen an den Vordersitzen, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie Lenkradheizung.