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Motor1 Numbers: Wenn die Größe von Autos zum Problem wird
So stark sind die Fahrzeuge in Europa und den USA in den letzten 20 Jahren gewachsen ...


Von: Juan Felipe Munoz
Übersetzt und bearbeitet von: Manuel Lehbrink
8. Feb. 2024 um 13:00 Uhr
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Gerade erst hat die Stadt Paris angekündigt, das Leben für SUVs oder schwere Fahrzeuge zu erschweren. Und wie wir wissen, sind SUVs seit einem Jahrzehnt führend auf dem Weltmarkt. Die wachsende Nachfrage macht den Behörden anscheinend langsam Sorgen.
Unabhängig davon, ob es sich dabei um eine vernünftige Maßnahme handelt, gibt es in Wahrheit noch andere Aspekte, die bei der Entwicklung der Autos in den letzten 20 Jahren zu berücksichtigen sind. Das Gewicht ist wichtig, weil es sich direkt auf die Straßennutzung auswirkt. Die Größe der Autos bestimmt aber auch, wie wir sie fahren und parken.
Die USA ist weit und breit
Die Amerikaner lieben es groß: das Essen, die Straßen, die Einkaufszentren und natürlich die Autos. Die USA sind ein Paradies für große Pick-ups und große SUVs. Weil die Autobahnen und Parkplätze so groß sind, ist es seltsam, kleine Autos zu fahren. Das war schon in den 1950er-Jahren so und ist bis heute so geblieben.

Nach Angaben von JATO betrug die durchschnittliche Länge eines im Jahr 2003 erhältlichen Fahrzeugs 4.992 Millimeter. Dies entspricht der Länge einer Limousine wie der Mercedes-Benz E-Klasse. Für das Einparken ist auch die Breite wichtig: Der Durchschnitt lag in diesem Jahr bei 1.864 Millimetern.

Zehn Jahre später waren die Fahrzeuge erwartungsgemäß größer: Die durchschnittliche Länge stieg auf 5.158 Millimeter und die durchschnittliche Breite nahm um 63 Millimeter auf 1.927 Millimeter zu. Der wachsende Appetit auf größere SUVs und Trucks trieb diese Durchschnittswerte im Jahr 2023 auf Rekordniveau.
Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Länge der in den USA erhältlichen Autos 5.243 Millimeter; die durchschnittliche Breite lag bei 1.958 Millimeter. Die Zunahme der Fahrzeuggröße in den letzten Jahren ist nicht auf größere Familien zurückzuführen. Tatsächlich ist die jährliche Bevölkerungsentwicklung in den USA von 0,96 % im Jahr 2003 auf 0,50 % im letzten Jahr zurückgegangen. Die Zunahme der Fahrzeuggröße hängt eher mit Komfortanforderungen und Sicherheitsstandards zusammen.
Kauft Europa immer noch Kleinwagen?
Im Gegensatz zu den USA, die auf große Autos stehen, werden in Europa traditionell kleine Modelle gekauft. Die Tatsache, dass die Städte in Europa lange vor dem Aufkommen des Automobils angelegt wurden, erklärt, warum das Parken eine so große Herausforderung darstellt. Außerdem ist Europa weniger energieautark als die USA, was die Autofahrer zwingt, ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Die Popularität von Geländewagen kam jedoch auch auf dem alten Kontinent an, was sich auf die Größe der Autos auswirkte. Im Jahr 2003, einige Jahre vor dem Aufkommen der beliebten SUVs, betrugen die durchschnittliche Länge und Breite der verfügbaren Autos 4.313 bzw. 1.737 Millimeter. Zehn Jahre später sind die Durchschnittswerte auf 4.418 und 1.796 Millimeter gestiegen. Im vergangenen Jahr lagen die Werte bei 4.536 und 1.844 Millimeter.

Der Trend zu größeren Autos ist eine Reaktion auf das wachsende Bedürfnis nach Komfort. Die Herausforderung besteht darin, den nötigen Platz für Straßen und Parkplätze zu finden. Werden Maßnahmen wie in Paris diesen Trend stoppen?
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Der Autor des Artikels, Juan Felipe Munoz, ist Automotive Industry Specialist bei JATO Dynamics.
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