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Motor1 Numbers: Wer bietet weltweit die meisten Elektroautos an?
Im Rennen um die EV-Anzahl liegt Geely mit 25 Modellen an der Spitze. Und Tesla? Hier gibt's bislang nur vier Produkte ...


Von: Juan Felipe Munoz
Übersetzt und bearbeitet von: Manuel Lehbrink
2. Dez. 2023 um 16:00 Uhr
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Meist malt man sich die Zukunft ziemlich rosig aus. Und beschreibt sie auch so. Aus diesem Grund enthalten die Pläne, die wir in den schicken PowerPoint-Präsentationen der Autohersteller sehen, meist positive Szenarien und große Ziele. So ist es auch bei den ehrgeizigen Elektrifizierungsplänen. Fast alle Konzerne wollen in den kommenden 10 bis 15 Jahren mit den von ihnen produzierten Autos grün oder klimafreundlich werden.
Nach diesen Plänen werden wir in den nächsten Jahren also viele Elektroautos auf den Straßen sehen. Einige Hersteller streben sogar eine vollständige Elektrifizierung an, um auf die zunehmende Konkurrenz aus China und dessen große globale Pläne zu reagieren. Andere setzen auf Elektroautos, weil sie aufgrund der Vorschriften und Pläne der Regierungen keine andere Wahl haben.
Ein elektrisches Lineup
Aber wer macht in diesem globalen Elektro-Wettlauf wirklich Fortschritte? Während Tesla und BYD in Bezug auf die Verkaufszahlen eindeutig die Nase vorn haben, versuchen ihre alten Konkurrenten aus Europa, den USA, Korea, Japan und Indien in Bezug auf ihr Angebot aufzuholen.
Tesla könnte allerdings eine Ausnahme sein. Die aktuelle Produktpalette ist etwas veraltet und mit nur vier verschiedenen Modellen besonders begrenzt: die Limousinen Model 3 und Model S sowie die SUVs Model Y und Model X. Und während die Öffentlichkeit weiterhin auf die Einführung des Cybertrucks wartet, ist die Realität heute, dass Tesla zu den Autoherstellern mit der kleinsten elektrischen Produktpalette gehört. Tatsächlich ist der kalifornische OEM nicht einmal unter den Top 20 der Autohersteller mit den größten Elektroauto-Produktpaletten.

Geely, einer der größten chinesischen Autokonzerne, führt den globalen Wettbewerb an, da er ab November 2023 die meisten Elektromodelle im Angebot hat. Dieser Hersteller, zu dem Volvo, Geely, Lynk & Co, Lotus, Livan, Proton, Polestar, Radar, Jidu, Farizon, Geometry und ZEEKR gehören, bietet derzeit weltweit 25 verschiedene Elektrofahrzeuge an. Dazu gehören 12 SUVs, 3 Vans, 7 Limousinen, 1 Stadtauto, 1 Schrägheck und 1 Sportwagen. Die SEA-Plattform (Sustainable Experience Architecture) liegt mindestens 14 dieser Modelle zugrunde. Und so ist Geely ist mit Sicherheit ein gutes Beispiel für ein großes Engagement der ausgelobten Zukunftspläne.
Stellantis vor Volkswagen
Ein weiteres interessantes Ergebnis der Analyse der Elektroauto-Produktpalette ist, dass Stellantis in Bezug auf das Angebot vor dem Volkswagen-Konzern liegt. Derzeit sind bei Stellantis 20 verschiedene Elektromodelle erhältlich, während es bei Volkswagen 19 sind. Der italienisch-französisch-amerikanisch-deutsche Hersteller versucht aufzuholen, indem er mehr Fahrzeuge für eine breitere Kundenbasis anbietet. Dennoch ist der Großteil des Angebots von Stellantis immer noch ziemlich europäisch ausgerichtet und hat keine globale Anziehungskraft: Mindestens 16 dieser Modelle sind für den Verbraucher in Europa konzipiert.

Im Gegensatz dazu verfolgt der VW mit seinen Untermarken ID und e-tron einen globaleren Ansatz. Die Marke bietet sechs verschiedene Elektromodelle an, von denen drei in Europa, China und den USA erhältlich sind. Die sieben Modelle von Audi umfassen fünf, die weltweit erhältlich sind. Dahinter folgen SAIC aus China mit 16 Modellen, von denen viele bereits in Europa und den Schwellenländern erhältlich sind, General Motors mit 16 Modellen, von denen viele noch auf den Märkten eingeführt werden müssen, die chinesischen Unternehmen Dongfeng und BYD mit 15 bzw. 14 Modellen sowie Mercedes und BMW sowie der Hyundai-Konzern mit jeweils 11 Modellen.
Andere wie Renault, alle japanischen Hersteller, Ford, Tata und Mahindra sind noch weit davon entfernt, ihre brillanten PowerPoint-Präsentationen Wirklichkeit werden zu lassen.
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Der Autor des Artikels, Juan Felipe Munoz, ist Automotive Industry Specialist bei JATO Dynamics.
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