Sie werden es mitbekommen haben - der nächste Golf wird ein rein elektrisches Vergnügen. Das hat Wolfsburg bereits vor ein paar Monaten verkündet. Wir schauen hier also vermutlich gerade auf das letzte Facelift das ein konventionell angetriebener Golf jemals erhalten wird. 

Es gab bereits ein paar Sichtungen des aufgefrischten Dauerbrenners, als GTE bisher allerdings noch nicht. Der elektrifizierte Kompaktsportler soll wie der Rest der modellgepflegten Baureihe 2024 auf den Markt kommen. Dann wird es übrigens auch ein Facelift des technisch verwandten Skoda Octavia geben.  

Die Nummer mit der Tarnung sieht Volkswagen in diesem Zusammenhang offenbar eher locker. Man hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht, die neu gestalteten, nun etwas schlankeren Scheinwerfer zu verstecken. Könnte natürlich daran liegen, dass die Änderungen so gering sind. Womöglich dachten sich die Verantwortlichen, dass es die meisten eh nicht bemerken werden. 

Etwas anders sieht es beim Frontstoßfänger aus. Hier gibt es ebenfalls kleine Änderungen, die aber clever getarnt wurden. Bei diesem Testwagen fehlen zudem die X-förmigen Fünf-Punkt-LEDs, aber auch hier könnte man mit Tarnfolie getrickst haben. 

Am Heck werden die abgeänderten Rückleuchten von Klebestreifen verdeckt. Von ihrer Form her scheinen sie sich allerdings nicht von den Vorfacelift-Lichtern zu unterscheiden. Die etwas absurd aussehenden Fake-Auspuffblenden sind auch hier vorhanden. Allerdings könnte es sich (hoffentlich) auch einfach um ein Chrom-Ablenkungsmanöver handeln, das bis zum Serienstart verschwindet. 

Sie sehen schon - die Änderungen am Exterieur werden sehr subtil ausfallen. Innen dürfte sich dagegen wesentlich mehr tun. In diesem Fall konnten die Fotografen nicht direkt in den Innenraum knipsen, allerdings kann man auch aus größerer Entfernung einen größeren Infotainment-Bildschirm sehen, der aus dem Armaturenbrett herausragt. Das ist dann schon ein recht großer Unterschied zur Vorgänger-Generation, wo das Zentraldisplay noch schick in den Armaturenträger eingepasst war. 

Den neuen XL-Screen werden neben dem Golf-Facelift auch diverse weitere Autos aus dem Volkswagen-Konzern erhalten, darunter die nächsten Generationen des Tiguan und Passat sowie deren Skoda-Counterparts Kodiaq und Superb. Im September 2022 sahen wir bereits einen frühen Testträger des Golf 8.5 mit dem großen Display.

Wir erwarten außerdem, dass Volkswagen beim Facelift des Golf Schluss machen wird mit den berührungssensitiven Lenkradtasten. Man hat ja bereits zugeben müssen, dass die Kundschaft diese Art der Bedienung nicht besonders mag. Der Tiguan, der in den nächsten Monaten vorgestellt wird, wird als erster die kapazitiven Taster verbannen.

Ob es Änderungen unter der Haube geben wird, können wir aktuell noch nicht sagen. Spannend allerdings in diesem Zusammenhang: Der neue Kodiaq, der kommenden Herbst vorgestellt wird, erhält eine Plug-in-Hybrid-Version basierend auf dem 1,5-Liter-TSI-Motor. Der Golf GTE nutzte bisher den älteren 1,4-Liter-TSI. Die Systemleistung hier beträgt 245 PS, die elektrische Reichweite gut 60 Kilometer. Der Kodiaq soll künftig über 100 Kilometer weit kommen. Ob man sich den Aufwand eines komplett neuen Antriebs samt größerer Batterie allerdings für ein Facelift antut, bleibt abzuwarten.

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