Vergessen Sie die Tesla-Ladesäulen im Hintergrund. Bei diesen Erlkönigfotos geht es um einen Supersportwagen, der noch einen Benzinmotor hat. Nicht weniger als drei Prototypen der nächsten Generation des AMG GT Coupé wurden im verschneiten Nordschweden aufgenommen, während die Testfahrer eine Mittagspause machten.

Wir haben den Porsche 911-Rivalen noch nie mit so wenig Tarnung gesehen wie jetzt, was darauf hindeutet, dass eine offizielle Enthüllung des neuen Mercedes-AMG GT Coupé in wenigen Monaten (wenn nicht gar Wochen) stattfinden wird.

Das Trio zeigt verschiedene Versionen dessen, was im Wesentlichen die Coupé-Version des neuen SL sein wird. Das gelbe Auto ist anscheinend ein AMG GT 43, wenn man die vier runden Auspuffendrohre betrachtet.

Wenn unsere Vermutung stimmt, sorgt ein 2,0-Liter-Vierzylindermotor mit einem aus der Formel 1 stammenden elektrischen Abgasturbolader für den Antrieb. Im mechanisch verwandten SL 43 leistet er 381 PS (280 Kilowatt) bei 6.750 Umdrehungen pro Minute und liefert ein Drehmoment von 480 Newtonmetern ab 3.250 U/Min.

Mercedes-AMG GT Coupe (2023) mit weniger Tarnung erwischt

Als Nächstes ist das grüne Auto mit einer Ladeanschlusskappe am hinteren Stoßfänger zu sehen, die auf einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang hinweist. Er könnte das PHEV-Setup des neuen AMG C 63 übernehmen. Ja, das würde eine weitere Vierzylinder-Version bedeuten.

Sie würde auch den gleichen M139-Motor verwenden, der ursprünglich für die kompakten 45er-Modelle entwickelt wurde, bevor er für die größeren AMGs eine längs eingebaute Konfiguration erhielt. Im neuen Mercedes-AMG C 63 S E Performance leistet das elektrifizierte Aggregat 680 PS und 1.020 Nm Drehmoment.

Das andere grüne Auto mit dem festen Heckspoiler ist wahrscheinlich ein V8. Es könnte sich um eine limitierte Auflage der Edition 1 des AMG GT 63 mit 585 PS (430 kW) und 800 Nm Drehmoment handeln, die dem SL 63 entspricht. Wir erinnern Sie daran, dass es auch einen SL 55 mit geringerer V8-Leistung gibt, der es auf 476 PS (350 kW) und 700 Nm) bringt.

In jedem Fall dürfte das Coupé-Geschwistermodell des SL etwas leichter sein, da es ein festes Metalldach anstelle eines elektrisch klappbaren Verdecks hat. Außerdem wird erwartet, dass der GT eine rein zweisitzige Angelegenheit bleibt, während der neueste SL ein 2+2 Layout hat. Während beim SL der Komfort im Vordergrund steht, soll der GT durch eine steifere Aufhängung und eine schärfere Lenkung ein aufregenderes Fahrerlebnis bieten.

Zukünftige Ergänzungen der Modellpalette werden rennstreckenorientierte Varianten und ein Plug-in-Hybrid-Flaggschiff mit dem gleichen Antriebsstrang wie der GT 63 S E-Performance umfassen. Das würde einen elektrifizierten V8 mit satten 843 PS und 1.470 Nm bedeuten. Gegen Ende des Lebenszyklus könnte es zudem ein extremes Black Series-Modell geben. In der Zwischenzeit hoffen wir, dass der Reihensechszylinder für einige Modelle beibehalten wird.

Bildergalerie: Mercedes-AMG GT Coupe (2023) mit weniger Tarnung erwischt