Der Nissan Patrol der sechsten Generation ist seit fast 13 Jahren auf dem Markt, leider nicht mehr bei uns. Aber ein Tuner konzentriert sich trotzdem immer noch auf den altehrwürdigen Geländewagen. Obwohl Manhart sich mit der Veredelung von BMWs einen Namen gemacht hat, hat der deutsche Aftermarket-Spezialist in letzter Zeit mit anderen Projekten über den bayerischen Tellerrand geschaut.

Wir haben bereits aufgerüstete Versionen des Defender, Audi RS 3 und Mercedes-AMG SL gesehen, ebenso ein Porsche Cayenne Coupe. Nach einer Reihe von Euro-Autos hat sich das Unternehmen nun entschlossen, ein japanisches Fahrzeug zu bearbeiten.

Ein Blick über die typische schwarz-goldene Lackierung von Manhart hinaus zeigt, dass es sich hier nicht um einen Patrol von der Stange handelt. Tatsächlich basiert er auf der heißeren Nismo-Version, die Ende 2015 auf den Markt kam, bevor sie Anfang letzten Jahres einem Facelift unterzogen wurde. Der zweifarbige Performance-Kasten, den wir hier sehen, begann als ebensolches Facelift-Modell, bevor er gigantische 24-Zoll-Räder erhielt. Außerdem wurde der Wagen etwas näher an die Straße gerückt, um eine stämmigere Haltung zu erreichen.

Nissan Patrol von Manhart

Er verwendet weiterhin den 5,6-Liter-V8 des Patrol Nismo, aber er hat keinen Saugmotor mehr. Manhart hat einen Kompressor eingebaut, der die Leistung auf satte 650 PS und ein Drehmoment von 600 Newtonmeter steigert. Zur Erinnerung: Das Serienmodell leistet 428 PS und 560 Nm, die über ein Siebengang-Automatikgetriebe an beide Achsen übertragen werden. Als Ergänzung zum verbesserten Motor gibt es jetzt einen maßgeschneiderten Auspuff, der einen aggressiveren Soundtrack liefert.

Es gibt keine Angaben darüber, wie sich der Kompressor-Kit auf die Leistung ausgewirkt hat, aber wir möchten Sie daran erinnern, dass der normale Patrol Nismo laut Nissan in etwa 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Das ist vielleicht nicht allzu beeindruckend, aber auch nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Gelände-Dinosaurier satte 2.665 Kilogramm wiegt.

Das extravagante Schwarz-Gold-Thema setzt sich auch im Innenraum fort, wo man merkt, dass der Nissan Patrol schon eine ganze Weile auf dem Buckel hat. Manhart hat versucht, den Innenraum mit schickem Leder und Alcantara zu verschönern, aber es lässt sich nicht leugnen, dass der Innenraum im Vergleich zu neueren Modellen der Konkurrenz veraltet aussieht.

Obwohl es sich vorerst nur um offizielle Renderings handelt, nimmt der Veredler bereits Bestellungen für den aufgemotzten SUV an, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft wird.