Rot? Isser. Den großen Flügel? Hat er. Schwarze Räder unter majestätisch breiten Kotflügeln? Sind ebenfalls vorhanden. Es gibt nicht viele Autos, die einem 964er Turbo in puncto Flair und Will-haben-Faktor das Wasser reichen können. Das Ganze lässt sich aber vermutlich noch um ein Vielfaches steigern, wenn Singer seine talentierten Finger ins Spiel bringt.

Das jüngste Projekt der Kalifornier ist einmal mehr eine Porsche 911 Turbo-Studie (erst kürzlich zeigte man diese geschlossene Variante), in diesem Fall im Gewand eines 964. Allerdings stellt dieses Auto eine echte Besonderheit dar - es handelt sich um das erste 911 Cabriolet von Singer. 

"Der erste Porsche, der Sport 356/1, bekannt als 'Nummer 1' war ein Cabriolet und offener High-Performance-Glamour war seitdem immer Teil der Geschichte", sagt Singer-Gründer und Executive Chairman Rob Dickenson.

"Ich wollte mit Singer schon sehr lange diesen Teil der Porsche-Tradition zelebrieren. Es mit unserer kürzlich angekündigten Turbo Study zu tun, erscheint mir wie der perfekte Start dafür. Unser Ziel mit der Turbo Study ist es, den wahnsinnigen Thrill des ersten Porsche-Supercars zu destillieren und gleichzeitig seine Perfomance und einen gewissen Feinschliff neu zu konzipieren. Wir freuen uns sehr, dass sich Besitzer nun dafür entscheiden können, diese Merkmale auch mit geöffnetem Dach zu genießen."

Ziemlich viel zu genießen gibt es auch am Design des breiten Singer 964ers. Die Karosserie besteht aus Carbon und trägt den Farbton Cadiz Red. Im Heck steckt ein optimierter Sechszylinder-Boxer, der noch immer luftgekühlt ist, nun aber 3,8 Liter Hubraum mitbringt und dank zweier Turbolader 510 PS leistet. 

Die Kraft geht weiterhin an die Hinterräder, das Ganze über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Für die Zähmung des neu gewonnenen Elans sorgen Carbon-Keramik-Bremsen. 

Sie wissen inzwischen wahrscheinlich, dass jeder von Singer neu aufgebaute Porsche 911 über ein absolut imposantes Interieur verfügt. Aber natürlich tut man sich viel leichter, das Gesamtbild zu sehen und darin zu schwelgen, wenn kein Dach im Weg ist. 

In diesem Fall wird das schwarze Stoffverdeck formschön hinter den hinteren Notsitzen verpackt und gibt so den Blick frei auf ein schwarzes Interieur mit schwarz-rotem Karo-Muster auf Tür-Innenseiten und Sitzmittelbahnen. An Armaturenbrett und Mittelkonsole setzt Singer auf Holz-Elemente. Zu den modernen Annehmlichkeiten gehört etwa induktives Smartphone-Laden für Fahrer und Beifahrer. 

Sollten Sie jetzt nicht mehr ohne ein 964 Cabriolet oder irgendeinen anderen Elfer von Singer leben wollen, haben wir leider schlechte Nachrichten. Es könnte etwas dauern. Singer sagt, die Auftragsbücher seien für die nächsten Jahre absolut voll und aktuell werden keine neuen Bestellungen entgegengenommen. 

Bildergalerie: Singer Porsche 911 Turbo Study 964 Cabriolet

Quelle: Singer