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ADAC-Test 2022: Fahrradhelme für Kinder und Kleinkinder

Gut geht auch günstig, Cube-Helm fällt durch und Erkennbarkeit im Dunkeln oft unzureichend ...

ADAC-Test 2022: Fahrradhelme für Kinder und Kleinkinder

Manuel Lehbrink Manuel Lehbrink

Von: Manuel Lehbrink

23. Mär. 2022 um 11:16 Uhr

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Helmtragen kann Leben retten. Auch und besonders das von Kindern, die mit dem Fahrrad oder dem Roller ihre ersten Erfahrungen im Straßenverkehr machen. Der ADAC hat deshalb zusammen mit der Stiftung Warentest insgesamt 18 Fahrradhelme für die kleinsten Verkehrsteilnehmer auf Sicherheit, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt getestet. 

Testsieger ist der Kinderhelm von Abus mit der Note 2,2. Er punktet bei Unfallschutz und Handhabung sowie in der Hitze- und Schadstoffprüfung. Der Kaufpreis von 50 Euro ist für dieses Allroundtalent angemessen und liegt im mittleren Bereich des Testfeldes.

Dass gut auch günstig sein kann, beweist der Helm Crivit vom Discounter Lidl für 12 Euro: Er erreicht Spitzenwerte bei der Handhabung und in Teilen beim Unfallschutz, weil er durch ein festes Kinnband sicher sitzt und sich nicht leicht abstreifen lässt. Zusammen mit den Modellen von Alpina und Casco landet dieser Helm auf Platz 2.

Hier finden Sie alle Testergebnisse in der praktischen Übersicht:

ADAC Test: Fahrradhelme für Kinder und Kleinkinder

Wichtig für die Sicherheit ist die Erkennbarkeit eines Helms im Dunkeln durch Reflektoren oder LED-Beleuchtung. Hier gibt es bei allen Modellen noch Verbesserungspotenzial, keines kommt in dieser Disziplin über das Urteil "befriedigend" hinaus. Bei den Helmen von Hamax und Lazer fehlen diese Schutzmaßnahmen sogar gänzlich, weshalb sie hier jeweils ein "mangelhaft" kassieren. 

Besonderes Augenmerk wird bei Kinderhelmen auf Schadstoffe gelegt. Weil die Tester im Cube-Helm sehr hohe Mengen an Weichmachern im Kinnpolster entdeckten, fällt dieser Helm trotz seiner Bestleistungen beim Unfallschutz durch. Der Hersteller ist informiert und will auf den Mangel reagieren.

Auch die Hitzebeständigkeit und damit Haltbarkeit und Sicherheit ist ein Testkriterium. Hier bewähren sich nahezu alle Modelle, kritisch zu sehen sind lediglich die Helme von Nutcase und Prophete. Bei letzterem löst sich unter hoher Temperatureinwirkung sogar die äußere Schale ab.

Weitere Tests des ADAC:

ADAC-Sommerreifentest 2022: Gute Ergebnisse

ADAC Kindersitztest 2021: Fünf Modelle sind nicht empfehlenswert

Der ADAC empfiehlt, beim Kauf eines Kinderfahrradhelms darauf zu achten, dass es eine Beleuchtung, aber vor allem auch Reflektoren gibt. Eine genaue Passform ist ebenfalls wichtig – vor dem Kauf den Helm unbedingt anprobieren. Unumgänglich: Nach einem Sturz sollte ein Helm immer ersetzt werden. Nicht sichtbare Schäden können die Schutzfunktion beeinträchtigen.

Quelle: ADAC

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