Home
News
Ratgeber
ADAC vergleicht fünf Fahrrad-Transportsysteme für Kinder
Fahrradanhänger, Lastenrad oder Kindersitze? Hier sind die Kleinsten am sichersten ...

Manuel Lehbrink 
Von: Manuel Lehbrink
22. Jul. 2021 um 00:01 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F521617%2Fadac-transport-kinder-fahrrad-test%2F&text=ADAC%20vergleicht%20fu%CC%88nf%20Fahrrad-Transportsysteme%20fu%CC%88r%20Kinder&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Wenn es mal nicht das Auto sein muss, liegen neben dem klassischen Fahrradanhänger in Großstädten vor allem Lastenräder im Trend, um Kinder von A nach B zu transportieren. Doch bieten diese Systeme den Kleinsten auch ausreichenden Schutz vor Verletzungen bei einem Unfall? Wie sieht es mit der Handhabung und dem Komfort für die Sprösslinge aus?
Aus diesem Grund hat der ADAC nun fünf Systeme verglichen, die das Befördern von zwei Kindern ermöglichen: drei verschiedene Typen von Lastenfahrrädern, einen Fahrradanhänger, als gefederte und ungefederte Variante, sowie ein Nachläufersystem samt Kindersitz für den Fahrradgepäckträger.
Der Fokus lag dabei auf den Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme in puncto Handhabung, Fahrverhalten, Komfort und Sicherheit inklusive Seitencrashversuch mit einem Auto. Getestet wurde der Transport von zwei Kleinkindern im Alter von etwa 1,5 und 3 Jahren, die durch entsprechende Crash-Dummies simuliert wurden.
Beim Crashversuch wurde ein Unfallszenario nachgestellt, bei dem ein Auto mit 30 km/h und einem Winkel von 45 Grad in das stehende System fährt. Den besten Unfallschutz bietet dabei die Lastenrad-Variante "Backpacker", bei dem zwei Kindersitze auf dem Gepäckträger montiert werden. Bei einem Aufprall mit einem Pkw befinden sich die Kinder durch die hohe Sitzposition nicht im direkten Crashbereich. Wichtig ist, dass sichere Fahrradkindersitze verwendet werden –diese müssen im Zubehörmarkt allerdings separat gekauft werden.

2

Gut schnitt auch noch der Fahrradanhänger ab, der das Kind durch Gurtfixierung und stabilen Rahmen schützt. Nachteil beim Fahrradanhänger: Die Kinder sitzen sehr niedrig, wodurch sie sich im direkten Aufprallbereich des Pkw befinden.
Bei den Systemen mit einer Transportbox (Lastenfahrrad zweispurig und Lastenfahrrad einspurig "Long John") kann die Box beim Kontakt mit dem Auto die Insassen zwar schützen, allerdings wurden beide Systeme umgeworfen und schlitterten auf Grund der glatten Oberfläche über die Straße. Hier ist die Gefahr groß, dass es zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr kommt. Außerdem versagten beim Crash einzelne Gurt- und Rückhaltesysteme. Hier sieht der ADAC erhöhten Nachholbedarf bei den Herstellern.
Das Nachläufersystem schneidet bei den Crashversuchen am schlechtesten ab. Da das Kind auf dem angehängten Kinderfahrrad ungeschützt ist, werden Hüfte und Beine beim Zusammenstoß mit dem Auto direkt getroffen. Der Dummy prallt danach mit dem Kopf auf den Asphalt.
Weitere Tests des ADAC:
ADAC-Kindersitztest Frühjahr 2021: Fünf Modelle "mangelhaft"
ADAC: Jeder dritte Radweg ist zu schmal
Überraschend fielen auch die Ergebnisse der Komfortmessungen aus: So bietet der gefederte Fahrradanhänger den mit Abstand besten Komfort für die Kinder. Im Vergleich zum ungefederten Anhänger werden die Belastungen beim Überfahren von Randsteinen oder Schlaglöchern um bis zu 50 Prozent reduziert. Der Aufpreis für die Federung lohnt sich also durchaus.
Der ADAC rät: FahrerInnen wie auch Insassen sollten grundsätzlich immer einen Helm tragen, um bei einem Unfall die Verletzungsgefahr im Kopfbereich zu reduzieren. Detaillierte Informationen zum Test finden Sie auf der Website des Clubs unter adac.de.
Quelle: ADAC/Uwe Rattay
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F521617%2Fadac-transport-kinder-fahrrad-test%2F&text=ADAC%20vergleicht%20fu%CC%88nf%20Fahrrad-Transportsysteme%20fu%CC%88r%20Kinder&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch

Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?

ADAC untersucht Sprachassistenten moderner Fahrzeuge

Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?

ADAC-Winterreifentest 2026: Über die Hälfte nicht empfehlenswert

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Ganzjahresreifen im 2026er-Test von ACV und GTÜ