Es läuft blendend bei Lamborghini: Die Marke hat das Geschäftsjahr 2021 mit absoluten Rekordwerten bei Absatz, Umsatz und Rentabilität abgeschlossen. Der Umsatz belief sich auf 1,95 Milliarden Euro, eine Steigerung von 19 Prozent gegenüber 2020. 

Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt und einen Wert von 20,2 Prozent erreicht. Das schlägt sich in einem operativen Ergebnis von 393 Millionen Euro nieder, was einer Steigerung um ganze 49 Prozent gegenüber 2020 (264 Millionen Euro) entspricht.

Im Rahmen eines ambitionierten Strategieplans sieht das Unternehmen die größte Investition in seiner Geschichte vor. In den nächsten fünf Jahren sollen 1,8 Milliarden Euro, die ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert werden, in die Umsetzung dieses Plans fließen. Mittelfristig peilt Lamborghini für die kommenden Jahre ein noch ambitioniertes Ziel an: eine Steigerung der Rentabilität auf 22 bis 25 Prozent.

2021 war ein Rekordjahr für Lamborghini

2021 war mit 8405 weltweit ausgelieferten Fahrzeugen (plus 13 Prozent gegenüber 2020) auch in kommerzieller Hinsicht das beste Jahr in der Firmengeschichte. Noch erreicht Lamborghini aber nicht das Niveau von Ferrari, wo über 11.000 Fahrzeuge für das vergangene Jahr zu Buche stehen.

Innerhalb der einzelnen Absatzmärkte verteidigten die USA ihre Spitzenposition (2472 Fahrzeuge, plus 11 Prozent). Ihnen folgen China (935, plus 55 Prozent), das damit auf den zweiten Platz vorrückt, Deutschland (706, plus 16 Prozent) und das Vereinigte Königreich (564, plus 9 Prozent). Auch Italien, der Heimatmarkt von Lamborghini, konnte mit insgesamt 359 ausgelieferten Fahrzeugen ein Plus von vier Prozent verzeichnen.

Bei den Modellen setzt der Super-SUV Urus mit 5.021 ausgelieferten Fahrzeugen seinen Erfolgskurs fort. Auf ihn folgt der von einem V10 angetriebene Huracan mit 2.586 verkauften Fahrzeugen. Er verzeichnete dank des starken Impulses, den der Huracan STO gesetzt hat, einen enormen Anstieg der Verkaufszahlen. Darüber hinaus hat die Marke weltweit 798 Exemplare des V12-Modells Aventador ausgeliefert.

In den nächsten Monaten wird Lamborghini jeweils zwei Innovationen für den Huracan und den Urus präsentieren. Mit der Ankunft eines neuen Modells, das den Aventador 2023 ablösen soll, wird die Marke dann das Zeitalter des Verbrennungsmotors abschließen und zur Hybridisierung übergehen.

Im vergangenen Jahr hat Lamborghini seine ambitionierte Strategie "Direzione Cor Tauri" angekündigt, die nach dem hellsten Stern im Sternbild Stier benannt wurde. Dabei handelt es sich um einen Pfad in eine elektrische Zukunft, der sich in zwei Phasen gliedert. In der ersten Phase, dem Übergang zu Hybridantrieben, wird die Marke 2023 ihr erstes mit Hybridtechnologie ausgerüstetes Modell einführen.

Bis 2024 wird Lamborghini die Hybridisierung der gesamten Modellpalette abschließen und so eine Senkung der CO2-Emissionen um 50 Prozent erreichen. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts beginnt die abschließende Phase von Direzione Cor Tauri – vollständige Elektrifizierung. Für sie ist die Einführung eines vierten, vollelektrischen Modells zusätzlich zur Hybrid-Modellpalette geplant.

Bildergalerie: Lamborghini Countach LPI 800-4