Mazda hat gute Arbeit geleistet, um den CX-60 geheim zu halten, denn dies ist erst das zweite Mal, dass das neue SUV gesichtet wird. Der erste Plug-in-Hybrid der Marke wurde bei abschließenden Tests in Deutschland erwischt, wobei sich die Serienkarosserie unter einer relativ dünnen Tarnung verbarg. 

Mazda stellt einige der schönsten SUVs her, und auch der CX-60 scheint ein gefälliges, wenngleich wohl nicht sehr innovatives Design zu bekommen. Allerdings hätte er ohne die falschen Auspuffblenden am Heck attraktiver sein können.

Zu allem Überfluss sind die auf der Fahrerseite auch noch eine Attrappe, da es dort kein Endrohr gibt. Der echte Auspuff befindet sich auf der rechten Seite, aber versteckt unter diesen Blenden. Eine ähnliche Auspuffanlage haben wir schon einmal gesehen (viele Grüße an den Audi S6 Diesel).

Bildergalerie: Mazda CX-60 (2022) Erlkönig

Trotz des vertrauten Aussehens ist der CX-60 unter der Haube völlig anders. Er fährt auf einer neu entwickelten Plattform mit Hinterradantrieb und längs eingebauten Motoren. Fakt ist, dass wir es mit einem PHEV zu tun haben, da die elektrifizierte Version mit über 300 PS bereits bestätigt worden ist. 

Okay, aber wo ist der Ladeanschluss? Wir sehen nur die rechte Seite des Fahrzeugs und es gibt keinen Tankdeckel. Der für Benzin befindet sich vermutlich auf der linken Seite, wie es bei reinen Verbrennungsmotoren von Mazdas der Fall ist. Bei einigen Plug-in-Hybriden, wie etwa denen von Mercedes, befindet sich der Ladeanschluss in der hinteren Stoßstange, aber das scheint hier nicht der Fall zu sein.

2022 Mazda CX-60 PHEV Teaser
Mazda CX-60 (2022) Teaser

Das bedeutet, dass er sich entweder auf dem vorderen linken Kotflügel oder im Kühlergrill befindet. Wir schließen das erste Szenario aus, da der im November 2021 gesichtete ungetarnte Prototyp ihn dort nicht hatte. Damit bliebe nur noch der Kühlergrill als Ort, an dem Mazda den Ladeanschluss versteckt hat, ähnlich wie Genesis mit dem elektrifizierten GV70. Wir schließen jedoch nicht aus, dass dieser CX-60 ausschließlich von einem Benzinmotor angetrieben wird.

Als Mitglied der "Large Product Group", die im Oktober 2021 angekündigt wurde, wird der CX-60 in den Vereinigten Staaten noch ein breiteres Pendant alias CX-70 haben. Mazda arbeitet außerdem an einem größeren CX-80 mit drei Sitzreihen für Europa, der ebenfalls für Nordamerika aufgepimpt und dort als CX-90 verkauft wird.

Indes ergeben CX-60 und CX-80 durchaus Sinn, um die Lücke über dem CX-5 zu füllen. Zudem verdient man an solchen Premium-Modellen noch mehr Geld. Auch der nächste Mazda 6 wird die Plattform mit Hinterradantrieb nutzen, hier ist auch ein Reihen-Sechszylinder vorgesehen.

2023 Mazda CX-60 spy photo
2023 Mazda CX-60 spy photo

In einigen Teilen der Welt, in denen Dieselfahrzeuge immer noch eine Rolle spielen, wird die neue Welle von Mazda-SUVs als Plug-in-Hybrid auf Basis eines SkyActiv-D-Reihensechszylinders angeboten. Zudem dürfte es Vierzylinder-Diesel und -Benziner mit Mildhybrid geben. Debütieren wird der CX-60 aber mit einem 2,5-Liter-Benziner mit vier Zylindern und einem Elektromotor, der über 300 PS leistet. Diesen Antrieb könnte eventuell der Toyota RAV4 spendieren.

Teil von Mazdas Plan zur Elektrifizierung der Modellpalette ist auch ein reichweitenverlängernder Kreiskolbenmotor für den MX-30. Der kleine Elektro-Crossover wird in ausgewählten Ländern bereits als Mildhybrid-Modell mit einem 2,0-Liter-Benzinmotor angeboten.

Der CX-60 wird am 8. März vorgestellt und später in diesem Jahr in Europa in den Verkauf gehen.