Prototypen des kommenden Ford Ranger Raptor wurden in den letzten Monaten häufiger gesichtet, aber so richtig viel von den übrigen Varianten der nächsten Ranger-Generation haben wir irgendwie nicht gesehen. Das ändert sich heute mit diesen neuen Bildern, die zwei 2022er Ranger bei Tests in Südeuropa zeigen. 

Die Tarnung ist noch immer ziemlich stark, aber zum Glück haben unsere Erlkönigjäger sehr gute Fotos geschossen, die es uns erlauben, für einen besseren Blick schön weit hinein zu zoomen. So erkennt man zum Beispiel, dass die beiden Crew-Cab-Pickups gelbe Aufkleber auf ihren Windschutzscheiben herumfahren. Üblicherweise ist das ein Zeichen für irgendeine Art der Elektrifizierung. 

Wir wissen bereits, dass ein Ranger Plug-in-Hybrid kommen wird, schließlich hat Ford vor einiger Zeit verkündet, dass jedes neue, in Europa verkaufte Modell ab 2024 mindestens auch als PHEV angeboten wird. 

Was den Ranger betrifft, gibt es Gerüchte (allerdings aus ziemlich verlässlicher Quelle), dass er einen 2,3-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor kombinieren wird. Die Systemleistung soll bei 367 PS und 680 Nm Drehmoment liegen. Das wären Welten mehr, als man beim noch aktuellen Ranger an Output bekommt.  

Auf den Bildern sieht es so aus, als hätten die Prototypen ungewöhnlich viel Bodenfreiheit. Sie verfügen nicht über die dicken Reifen und die großen Auspuff-Endrohre, die wir bisher an den Raptor-Erprobungsfahrzeugen gesehen haben, aber die Fahrhöhe sieht definitiv Raptor-esk aus. Womöglich handelt es sich um eine etwas geländetauglichere Variante mit optimierten Fahrwerkskomponenten, eine Art FX4-Trim oder ähnliches. Das würde auch den Überrollbügel am Heck erklären, den einer der Erlkönige trug. 

Designtechnisch sieht es so aus, als würde sich der nächste Ranger relativ stark am neuen F-150 orientieren. Jetzt, da Ford den kleineren Maverick präsentiert hat, sehen wir aber auch Gemeinsamkeiten mit dem neuen Kompakt-Truck, in den Scheinwerfern etwa. Da der Ranger in der Mitte der beiden genannten Trucks sitzt, macht eine Optikfusion aus Fords kleinstem und größtem Truck ja auch irgendwie Sinn. Eine gewisse Eigenständigkeit ist hoffentlich trotzdem gegeben. Es wäre schade, wenn er einfach aussieht, wie ein zu heiß gewaschener F-150. 

Unseren Quellen zufolge soll der neue Ranger Anfang nächstes Jahres debütieren. Auf gleicher Basis wird dann auch der nächste Volkswagen Amarok entstehen. 

Bildergalerie: 2023 Ford Ranger 2022 neue Erlkönigbilder

Bild von: CarPix