Vier Endrohre deuten auf eine potente Version des Roadsters hin

Geld in die Entwicklung eines neuen Cabriolets respektive Roadster mit Verbrennungsmotor zu stecken, scheint angesichts der Verbreitung von SUVs und E-Fahrzeugen ein riskantes Unterfangen zu sein. Doch Mercedes macht es schlau, stellt den SLC ein und fasst den AMG GT Roadster und den SL zu einem Modell zusammen.

Eines der ältesten Autos im Modellprogramm der Marke macht sich bereit für die nächste Generation, denn der künftige "Sport Leicht" wurde mit weniger Tarnung denn je erwischt. Der Roadster, der von Anfang an von AMG entwickelt wurde, erhält ein Stoffverdeck, um Gewicht einzusparen und die Praktikabilität durch ein besseres Ladevolumen zu erhöhen.

Unsere Erlkönigjäger sind nun einem seriennahen Prototyp aus der Nähe begegnet, der ein rotes Stoffdach mit einem seltsam platzierten Nummernschild auf der Heckscheibe zeigte. Der Grund dafür ist, dass auf dem hinteren Stoßfänger kein Platz für das deutsche Nummernschild ist, das nach der kompakteren Aussparung für das Nummernschild zu einem Fahrzeug mit US-Spezifikation zu gehören scheint.

Bildergalerie: Mercedes-AMG SL (2022) mit weniger Tarnung erwischt

Die Tarnung verhindert zwar, dass man das Heck richtig sehen kann, aber es scheint, dass der Kennzeichenhalter von zwei Höckern flankiert wird. Vielleicht bekommt der neue SL diese unansehnlichen Auswüchse, die man beim in den USA verkauften Bugatti Chiron gesehen hat, wo der W16-Hypercar die sperrigen Auswüchse zum Schutz vor Blechschäden bei niedrigen Geschwindigkeiten hat.

Die vier Endrohre lassen vermuten, dass wir es mit einer heißen Version des neuen SL zu tun haben. Auch der ausfahrbare Heckspoiler und die ausklappbaren Türgriffe, die denen der neuen S-Klasse ähneln, sind gut zu erkennen. Die Front zeigt den Panamericana-Kühlergrill fast vollständig, während sich die klobigen Lufteinlässe unter einem Mesh-Tarnmuster verstecken.

Sie können sich denken, warum Mercedes die A-Säulen getarnt hat, und Sie können auch eine andere Art der Verkleidung an der Stelle erkennen, wo das Dach auf den oberen Windschutzscheibenrahmen trifft. Der Tarnanstrich auf dem vorderen Kotflügel versteckt wahrscheinlich die üblichen V8- und 4Matic (oder 4Matic+) Schriftzüge. Das schwarze Klebeband unter der Beifahrertür verbirgt wahrscheinlich Kabel, da vor dem großen Debüt noch letzte Messungen und Feinabstimmungen vorgenommen werden.

Apropos, der schnittige 2+2-Roadster sollte in den kommenden Wochen Premiere haben, da er bereits einige Male angeteasert wurde. Berichten zufolge wird nur die Einstiegsversion (möglicherweise SL 43 genannt) mit Hinterradantrieb kommen, alle anderen werden Allrad haben. Das Spitzenmodell soll den Namen SL 73 für eine Plug-in-Hybrid-Version mit rund 800 PS aus einem 4,0-Liter-Twin-Turbo-V8 und einem Elektromotor wiederbeleben, aber das bleibt abzuwarten.