Der Kleinstwagen nutzt die GA-B-Plattform des neuen Yaris

Toyota bleibt den Kleinstwagen treu. Was Erlkönigbilder bereits ahnen ließen, ist jetzt offiziell: Der japanische Automobilhersteller wird ein drittes Modell auf Basis der GA-B Plattform produzieren – und engagiert sich damit weiterhin in dieser für Europa wichtigen Fahrzeugklasse. Als Einstiegsmodell in die Toyota-Welt kommt dem nächsten Aygo eine wichtige Rolle bei.

Unter dem Namen "X prologue" gibt es nun ein erstes Teaserbild der Frontpartie. Sie wirkt sehr modern mit LED-Scheinwerfern. Offenbar will Toyota mit aufwendiger Technik einen höheren Preis am Markt erzielen. Das "X" verweist auf die X-Elemente an der Frontpartie des bisherigen Aygo.

Am 17. März um 10 Uhr MEZ soll ein neues Fahrzeug vorgestellt werden. Ob es sich lediglich um eine seriennahe Studie handelt oder bereits das fertige Modell, lässt sich anhand des ersten Bildes noch nicht endgültig sagen. 

Bildergalerie: Toyota Aygo (2022) auf neuen Erlkönigfotos

GA-B ist eine der verschiedenen Plattformen der Toyota New Global Architecture (TNGA). Sie verbessern laut dem Konzern nicht nur das Handling und Fahrverhalten neuer Fahrzeuge. Sie geben den Designern auch zahlreiche Freiheiten und tragen darüber hinaus zum hohen Sicherheitsniveau bei.

Der neue Toyota Yaris beispielsweise, der ebenfalls auf der GA-B Plattform basiert, kombiniert in der vierten Modellgeneration ein dynamisches Design, ein ausgezeichnetes Packaging und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit einem Hybridantrieb. Diese Mischung ist nicht nur bei den Kunden begehrt, sondern bescherte dem kleinen Toyota-Modell unlängst auch den Titel als Europas Auto des Jahres 2021.

Mit dem noch in diesem Jahr auf den Markt rollenden Yaris Cross steht das nächste Modell bereits in den Startlöchern. Zusammen mit dem noch folgenden, neuen Kleinstwagen wird Toyota künftig voraussichtlich mehr als 500.000 Fahrzeuge pro Jahr auf der GA-B Plattform in Europa produzieren.

Dieses Volumen sichert die notwendigen Skaleneffekte, mit denen wettbewerbsfähige Preise möglich sind. Mindestens genauso wichtig ist der Antrieb: Das A-Segment wird bislang stark von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor dominiert – dieser Trend wird sich wohl auch in Zukunft fortsetzen, weil das Budget und der finanzielle Rahmen in dieser Fahrzeugklasse eine wichtige Rolle spielen.

Bereits zum 1. Januar 2021 hatte Toyota das Joint-Venture-Werk im tschechischen Kolin komplett übernommen. Das Produktionswerk war unter dem Firmennamen Toyota Peugeot Citroën Automobile (TPCA) im Jahr 2002 gemeinsam mit dem PSA-Konzern gegründet worden.

Das Werk Kolin stellt seit 2005 die praktisch baugleichen Kleinstwagen Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroën C1 her. Diese Produktion soll auch TMMCZ weiterführen, aber vermutlich nur bis zum Start des neuen Aygo im Jahr 2022.

Bildergalerie: Toyota A-Segment-Plattform (2021)