Falls ihnen das Ober-Luxus-SUV noch zu dezent sein sollte ...

Darf man einen Rolls-Royce überhaupt tunen? Die Firma Spofec, ein Ableger von Novitec, kümmert sich nicht um Konversionen, sondern macht das einfach. Neuestes Ergebnis ist ein aufgebrezelter Black Badge Cullinan.

Platz für gewaltige 24 Zoll Schmiederäder bietet hier die Spofec Overdose-Breitversion, deren einzelne Komponenten in OEM-Qualität aus Pur-R-Rim hergestellt werden. Die Overdose-Verbreiterungen machen den Cullinan vorne zehn und an der Hinterachse zwölf Zentimeter breiter. Daraus resultiert eine Breite von 2,12 Metern. Passend dazu wurden spezielle Seitenschweller modelliert, die die geschwungenen Kotflügelaufsätze an beiden Achsen miteinander verbinden.

Die für die breitere Spur maßgeschneiderten Räder wurden zusammen mit Vossen entwickelt. Speziell für den Overdose-Karosserieumbau für den hier abgebildeten, schwarzen Black Badge wurden zehn Zoll breite, schwarz lackierte Exemplare im Spofec SP2-Design konstruiert und produziert.

Deren neun Doppelspeichenpaare machen diese Schmiederäder besonders widerstandsfähig. Um eine besonders edle Optik zu erreichen, verschwinden die Radschrauben unter einer zentralen Abdeckung. Als optimale Bereifung wurden rundum High-Performance-Straßenreifen der Dimension 295/30 R 24 gewählt.

Spofec Rolls-Royce Black Badge Cullinan

Die Spofec-Frontschürze wurde so konzipiert, dass sie den Serienstoßfänger komplett ersetzt und perfekt an die vorderen Kotflügelverbreiterungen anschließt. Ihre markante Formgebung verleiht dem Cullinan nicht nur ein noch stärker profiliertes Gesicht: Bei hohen Geschwindigkeiten reduziert der Frontspoiler auch den Auftrieb an der Vorderachse.

Die Heckpartie erhält nicht nur durch die Spoilerlippe, die sich über dem Markenemblem quer über die Heckklappe zieht, ein betont sportliches Profil. Zusätzlich wird der Serienstoßfänger mit dem Spofec-Diffusor im Racing-Look optisch aufgewertet. Harmonische Übergänge von der Schürze zu den hinteren Verbreiterungen werden durch exakt passende Ansatzteile erzielt.

Einen weiteren Beitrag zum besonderen Styling leistet das spezielle Steuermodul für die Luftfederung. Die Tieferlegung um rund 40 Millimeter beeinflusst aber nicht nur die Optik des SUV: Auch das Handling wird durch den tieferen Schwerpunkt sportlicher definiert.

Mehr Temperament verleiht Spofec dem Black Badge Cullinan auch durch professionelles Motortuning: Dazu wird ein N-TRONIC Zusatzsteuergerät in Plug-and-Play Technologie an das elektronische Motormanagement für den 6,7 Liter V12 Biturbo adaptiert. In umfangreichen Versuchsreihen wurden neue Kennfelder für Einspritzung und Zündung programmiert. Gleichzeitig wird auch der maximale Ladedruck moderat angehoben. Das Resultat ist eine kraftvolle Leistungssteigerung in Höhe von 78 kW (107 PS).

Mit 520 kW (707 PS) bei nur 5.400 U/min und einem auf 1.060 Nm gesteigerten Drehmoment bei nur 1.800 Touren agiert der veredelte Koloss noch dynamischer: Trotz über 2,7 Tonnen Leergewicht plus Besatzung katapultiert sich der von Spofec getunte Black Badge Cullinan in nur 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Wegen des hohen Gewichts bleibt die Höchstgeschwindigkeit wie beim Serienauto elektronisch auf 250 km/h limitiert.

Wer sich zu den sportlichen Fahrleistungen auch noch einen aufregenderen Sound wünscht, wählt eine aus Edelstahl gefertigte Sportauspuffanlage. Auf Wunsch gibt es auch eine Variante mit Abgasklappensteuerung. Dank eines elektronischen Soundmanagements kann das Triebwerk so markentypisch wahlweise betont diskret oder sportlich kraftvoll wie ein Sportwagen klingen.

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