Der nächste "Bulli" wechselt auf die MQB-Plattform und Golf-Technik

Bundestagswahl und ein neuer US-Präsident: Politisch ist 2021 ein wichtiges Jahr. Doch auch für die Freunde des VW Bus könnte 2021 eine Zeitenwende markieren. Mit dem Debüt des T7 wechselt der beliebte Familien-Lastesel auf die MQB-Evo-Plattform und Golf-Technik. Jetzt zeigen neue Erlkönigbilder einen T7-Prototyp mit nur noch wenig Tarnung bei der Wintererprobung. 

Vereinfacht formuliert wird der T7 "Pkw-hafter" und folgt damit dem Vorbild der Mercedes V-Klasse. Optisch bleibt es aber bei der vom T6.1 bekannten Optik, die jedoch etwas weniger wuchtig ausfällt. Auffällig sind unter anderem die Blinker in den Seitenspiegeln sowie ein wabenförmiger Grill vorne, um die Verwandtschaft zum neuen VW Caddy (auch MQB Evo) zu unterstreichen. Ins Auge sticht zudem der kurze Überhang hinten mit rechtwinkligem Dachabschluss. 

Erlkönigbilder von September 2020 gaben bereits einen Einblick in das Cockpit des T7. Es wird ähnlich wie beim Golf 8 deutlich digitaler und verliert massiv an physischen Knöpfen. Auch hier sind gewisse Parallelen zum neuen Caddy sichtbar, hoffentlich gelingt die Bedienung einfacher als im Golf 8. 

VW Transporter T7 neues Spionagefoto (neues und altes Modell)
Der VW T7 und der T6.1 bei der gemeinsamen Erprobung

Und die Motoren? Sicherlich wird VW beim T7 nicht den 1.0 TSI anbieten, los dürfte es mit dem 1.5 TSI und 130 PS gehen, hinzu kommt eine Stufe mit 150 PS. Deutlich beliebter werden wie gewohnt die Diesel sein. Analog zum Golf 8 rechnen wir mit 115 bis 200 PS unter der ausgeprägten Motorhaube des T7. Bedingt durch die MQB-Evo-Plattform wird es auch möglich sein, den T7 als Plug-in-Hybrid mit 204 respektive 245 PS Systemleistung anzubieten. 

Rein elektrisch wird es den VW T7 jedoch nicht geben, diesen Part übernimmt ab 2022 die Serienversion des I.D. BUZZ. Nun dürften Sie zu Recht fragen: Was wird denn aus dem T6, der doch erst 2019 zum T6.1 modellgepflegt wurde? Er bleibt als Nutzfahrzeug im Programm und liefert die Grundlage für Aufbauten jedweder Art vom Pritschenwagen bis zum Notarzt, die technisch auf der T7-Plattform nicht machbar sind.

Im Gegenzug ersetzt der VW T7 wohl auch den Sharan, der bereits seit 2010 auf dem Markt ist. Denkbar erscheint sogar das Aus für den Touran zugunsten des T7. Vermutlich im Sommer 2021 wissen wir mehr. Fest steht: Das T-Angebot wird flexibler: T6.1 für den Nutzfahrzeugmarkt, T7 im Pkw-Stil für Privatkunden und ab 2022 ein Elektro-Bus in Retro-Optik.

Bildergalerie: Volkswagen T7 Multivan (2021) fast ungetarnt

Bild von: Motor1.com