Der neue CEO verspricht ein großartiges Auto. Zugleich werde man nicht zur Billigmarke.

Falls Sie es noch nicht gehört haben, Skoda hat einen neuen Chef. Der bisherige Leiter der Aktivitäten des VW-Konzerns in Südafrika, Thomas Schäfer, löste Bernhard Maier als CEO der tschechischen Marke mit Sitz in Mladá Boleslav ab. Die Medienwebsite des Unternehmens hat jetzt ein Interview veröffentlicht, in dem der Boss über die weitere Entwicklung der Marke befragt wird.

Während Thomas Schäfer sagt, er werde an der "Strategie 2025" seines Vorgängers festhalten, versprach der neue CEO von Skoda zudem, seine eigenen Ideen umzusetzen, die die überaus erfolgreiche Marke "auf die nächste Stufe" bringen werden. Gleichzeitig bestätigt er, dass 2021 ein neuer Fabia kommen wird.

Aber lassen wir Schäfer selbst sprechen: "Skoda-Fahrzeuge werden immer zugänglich sein - ganz gleich, ob wir uns an Studenten, junge Familien oder ältere Paare wenden. Das wird auch so bleiben. Neben unserer aktuellen Modellpalette sehe ich jedoch weiteres Wachstumspotenzial durch die Eroberung neuer Märkte und die stärkere Fokussierung auf Einstiegssegmente. Auf diese Weise werden wir die Möglichkeit haben, unseren Kundenstamm deutlich zu erweitern." 

Einstiegssegmente? Ist damit die Entwicklung von Skoda hin zu einer Billigmarke gemeint? Hier räumt Schäfer mit entsprechenden Gerüchten auf: "Nein, wir werden Skoda sicher nicht zu einer Billigmarke machen. Wir konzentrieren uns auf koreanische, japanische und französische Hersteller. Sie sind unsere Hauptkonkurrenten, also werden wir uns ihnen stellen. [...] Ich freue mich schon jetzt auf die Markteinführung unseres neuen Fabia im nächsten Jahr. Es wird ein großartiges Auto sein, und meine Erwartungen sind hoch."

Skoda-Chef Thomas Schäfer (2020)
Skoda-Chef Thomas Schäfer (2020)

Es wird erwartet, dass der Kleinwagen auf die MQB A0-Plattform umsteigen wird, die bereits bei den Schwestermodellen VW Polo und Seat Ibiza sowie dem schickeren Audi A1 zum Einsatz kommt. Skoda konnte sich ob des Erfolgs des aktuellen Fabia gedulden, zudem wäre er sonst viel zu früh abgelöst worden.

Da wir wissen, welche Architektur der neue Skoda Fabia verwenden wird, ist die Technik kein allzu großes Geheimnis. Wir erwarten nur Dreizylinder-Benzinmotoren, denn es ist unwahrscheinlich, dass der Fabia den 2.0 TSI des Polo GTI erhält. Ein Dieselmotor macht in der heutigen Zeit im europäischen B-Segment nicht mehr viel Sinn, vor allem angesichts der strengeren Emissionsvorschriften und der Tatsache, dass Benzinmotoren heute effizienter denn je sind.

Bildergalerie: Skoda Fabia Combi (2018)

Sehr wahrscheinlich sind 1,0-Liter-Motoren als Sauger und Turbo, die je nach Antriebsstrang mit Fünf- und Sechsgang-Schaltgetrieben oder einem Siebengang-DSG gekoppelt sind. Erst kürzlich hatte Skoda den aktuellen Fabia um die Kombination 1.0 TSI mit 95 PS und DSG ergänzt. Noch offen ist, wie sehr Mildhybrid-Technik beim nächsten Fabia zum Einsatz kommt.

Und was wird aus den Fabia Combi? Er würde gut zur praktischen Note von Skoda passen. Allerdings gibt es inzwischen mit dem Kamiq und dem Scala zwei geräumige Modelle, die preislich in einer ähnlichen Liga spielen. Jedoch hätte ein künftiger Fabia Combi eine einzigartige Stellung im Kleinwagen-Segment. 

Bildergalerie: Skoda Fabia 2018 Test