Der reguläre M3 wurde noch gar nicht vorgestellt, aber BMW testet schon eine potentere Variante

Erlkönigbilder des kommenden BMW M3 haben die meisten Enthusiasten in den letzten Monaten gefühlt häufiger gesehen als ihre eigenen Kinder. Bevor Sie jetzt jedoch entnervt wegklicken, möchten wir Sie höflich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem neuen Prototypen sehr wahrscheinlich nicht um einen "ganz normalen" M3 handelt. Es sieht so aus, als hätten unsere Erlkönigjäger hier erstmals den neuen M3 CS erwischt. 

Die Anzeichen dafür sind relativ eindeutig. Und damit meinen wir nicht die goldenen Bremssättel, denn die gehören zur Keramikbremse und die kriegen Sie beim normalen M3 auch. Stattdessen sollten wir unseren Blick auf die dickere Frontschürze mit der Lippe unten dran richten. Oder auf die Spoilerlippe am Heck. Oder darauf, dass die hinteren Räder größer sind als die vorne. All das war beim großartigen letzten CS nämlich auch so.

Weitere Beweise finden sich im Interieur, wo BMW ziemlich seriös aussehende Schalensitze installiert hat. Wenn Sie denken, dass eine Clubsport-Variante über ein manuelles Getriebe verfügen sollte, dann liegen Sie nicht auf einer Wellenlänge mit den Herrschaften von BMW. Der letzte CS hatte eine Siebengang-Doppelkupplung, das neue Modell wird eine Achtgang-Automatik erhalten. Wer lieber selber schaltet, wird aber in einer der regulären M3-Varianten Gelegenheit kriegen.

Was den Antrieb betrifft, wissen wir bereits, dass der neue M3 den S58-Motor aus X3 M und X4 M übernehmen wird. Auch hier wird er voraussichtlich 480 beziehungsweise 510 PS und 600 Nm (im M3 Competition) leisten. Der CS hingegen könnte einen kleinen Zuschlag erhalten. In der vorangegangenen Generation leistete er 460 PS und damit 10 PS mehr als der Competition. Ob das Powerplus künftig etwas größer ausfällt, wird sich zeigen. 

Neben der fieseren Optik und dem Extra-Bumms sollte der kommende M3 CS in etwa die gleichen anderen Upgrades erhalten wie zuletzt. Das wären dann etwa eine weiter angespitzte Version des adaptiven M-Fahrwerks, eine etwas garstigere Auspuffanlage, eine schärfere Lenkung sowie mehr Carbon in der Karosserie (die Motorhaube zum Beispiel), was dann zu ein paar Kilo weniger auf der Waage führen sollte.

Bedenken Sie, dass der letzte M3 CS weltweit auf circa 1.200 Fahrzeuge limitiert und verglichen mit dem Standard-Modell exorbitant teuer war. Der Neupreis lag bei 113.200 Euro und damit fast 40.000 Euro über dem der normalen M-Limo. 

Wir gehen davon aus, dass die neuen M3 und M4 nicht vor Ende 2020 oder Anfang 2021 beim Händler stehen. Der M3 CS könnte dann später im Jahr 2021 oder gar erst 2022 folgen.

Unterdessen ist der Verkauf des M2 CS bereits angelaufen. Auch einen M5 CS, basierend auf dem heute vorgestellten 5er Facelift, könnten wir noch vor Ende 2020 sehen. 

Quelle: CarPix

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