VW hat endlich genug SUVs, sagt der Entwicklungschef
Einige MQB-Autos werden wohl bald dem Rotstift zum Opfer fallen
Vom mächtigen Touareg R Plug-in-Hybrid über den kleinen T-Cross bis hin zum amerikanischen Atlas Cross Sport und vom kommenden Elektro-Crossover ID.4 bis zum neuen Nivus hat Volkswagen wohl für jeden etwas in seinem SUV-Portfolio. Die Auswahl ist fast schon erschöpfend - klein, groß, schnell, effizient, oben ohne, siebensitzig: Das weltweite Angebot der Wolfsburger ist kaum noch zu überblicken. Nun stellt sich heraus, so überraschend das auch klingen mag, dass VW vielleicht endlich die gewünschte Anzahl an SUVs erreicht hat.
In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit den britischen Kollegen von Autocar gibt Volkswagens Entwicklungschef Frank Welsch zu, dass sich der Autobauer sehr nah am sinnvollen SUV-Limit befindet. Nun sind seine Worte keine eindeutige Bestätigung dafür, dass es keine neuen VW-Crossover mehr geben wird, allerdings implizieren sie, dass die Marke nicht mehr weit vom Punkt der Sättigung entfernt ist.
Bildergalerie: VW Touareg R 2020
“Ich glaube nicht, dass (das SUV-Wachstum) vorbei ist, aber wir haben genug", sagte Welsch der britischen Publikation. "Wir brauchen nicht 10 weitere. Wir müssen vorsichtig sein. Wir brauchen ein Portfolio, dass für einen volumenstarken Player effizient ist. Wenn wir zu viele Modelle haben, die 30.000 oder 40.000 Einheiten pro Jahr verkaufen, können wir kein Geld machen. Wir werden uns auf die Autos fokussieren, die erfolgreich sein können."
Aktuell verfügt Volkswagen über eines der größten globalen Fahrzeugportfolios mit mehr als 30 unterschiedlichen Modellen. Welsch gab gegenüber Autocar an, dass das Unternehmen einige der MQB-basierten Autos (Modularer Querbaukasten) "Schritt für Schritt" auslaufen lassen werde, ging aber nicht weiter ins Detail, um welche Fahrzeuge es sich dabei handeln könnte.
Bekannt ist jedoch, dass die beiden Minivans Sharan und Touran als erste gehen müssen. Womöglich werden sie von einem neuen Crossover-artigen Auto ersetzt, das Variosport heißen könnte. Ein entsprechender Erlkönig wurde Ende 2018 gesichtet.
Zieht man alle Modelle in Betracht, die neu auf den Markt kommen und all diejenigen, die nicht mehr verlängert werden, wird sich die reine Modellanzahl nicht dramatisch ändert, bestätigt Welsch: "Ich denke nicht, dass wir mehr Autos haben werden als heute. Was SUVs betrifft, sind wir in jedem Segment präsent."
Bildergalerie: Volkswagen Nivus (2020) auf offiziellen Bildern
Quelle: Autocar
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