Der Prototyp hatte einen kompletten Überrollkäfig

Die sehnlichst erwartete Neuauflage des VW Golf R ist zurück. Und zwar in einer neuen Reihe von Erlkönigbildern, die am Nürburgring aufgenommen wurden, wo der heiße Allrad-Kompakte einer letzten Prüfung unterzogen wurde. Man könnte versucht sein zu sagen, dass der Prototyp keinerlei Tarnung hat, aber es befindet sich noch immer noch etwas Klebeband an den vorderen und hinteren Stoßfängern, um die endgültige Form der Karosserie zu verdecken.

Nachdem wir kürzlich die Serienversionen des neuen VW Golf GTI, GTE und GTD gesehen haben, können wir nicht umhin festzustellen, dass der R nicht über diese Fünf-Punkt-LED-Tagfahrleuchten in der vorderen Stoßstange zu verfügen scheint. Vielleicht ist das nicht ganz überraschend, wenn man bedenkt, dass eine interne Diashow, die ins Internet durchgesickert ist, um die Leistungsabgabe aller Performance-Golfs zu enthüllen, auch das Front- und Heckdesign zeigte. Dem noch nicht präsentierten GTI TCR und dem R fehlten die Zusatzscheinwerfer der anderen leistungsorientierten Modelle.

Auch vorne sieht man leicht das aktualisierte VW-Logo und ein schwarzes Stück Klebeband auf dem Kühlergrill, um die überarbeitete R-Plakette zu verdecken, die auf den vorderen Kotflügeln angebracht wurde, wo sie hinter weißem Klebeband sitzt. Die blauen Bremssättel zeigen das "R" an der Vorderseite, so dass es kein Rätsel über das Modell des Golf gibt, welches wir hier gerade betrachten. Die großen Räder und die niedrige Bauhöhe sind ebenfalls ein deutliches Zeichen dafür, dass wir es hier mit der Crème de la Crème zu tun haben.

Ich will ehrlich sein und zugeben, dass ich zum ersten Mal bemerke, dass die B-Säulen den "Volkswagen"-Schriftzug tragen, nur damit es keinen Zweifel daran gibt, welcher Automobilhersteller hinter diesem äußerst beliebten kompakten Fließheck steckt. Der komplette Überrollkäfig ist natürlich nicht etwas, was das Serienauto haben wird, und wir denken, dass die Seitenschweller auch noch teilweise verdeckt sind.

VW Golf R (2020) auf dem Nürburgring erwischt

Die vierfache Auspuffanlage und der klobige Dachspoiler, die sich am Heck des Autos befinden, werden den R weiter von seinen schwächeren Brüdern trennen. Der markante Heckdiffusor ist ein offensichtlicher Hinweis darauf, dass der Golf, der auf der Nordschleife getestet wird, die kommende Flaggschiff-Version ist.

Berichten zufolge beabsichtigte VW ursprünglich, den 2,5-Liter-Turbomotor des RS3 Sportback zu verwenden, aber Audi wollte den kultigen Reihen-Fünfzylinder offenbar nicht weitergeben. Stattdessen wird sich der neue Golf R an die 2,0-Liter-Vierzylinderformel halten, die in der neuen Spezifikation fast 330 PS liefern soll. Gerüchte über eine leistungsstärkere Version halten sich hartnäckig, die etwa in der Größenordnung von fast 400 PS liegen soll, aber das müssen wir abwarten.

VW hat bereits bestätigt, dass der Golf R noch in diesem Jahr eingeführt wird, aber es wurde noch nicht angegeben, ob es auch diesmal eine Kombiversion geben wird, um den europäischen Kunden gerecht zu werden.

Quelle: Automedia

Bildergalerie: VW Golf R (2020) auf dem Nürburgring erwischt