Schlechte Verkaufszahlen sprechen für radikale Änderungen am TT

Klar, Enthusiasten lieben in der Regel flache, niedrig über der Straße kauernde Coupés mit viel Performance, aber die Trends werden halt letztlich doch durch Verkaufszahlen bestimmt. Sehen wir den Tatsachen ins Gesicht: Wenn Du nicht gerade ein Kult-Objekt wie einen Golf GTI oder einen Porsche 911 anzubieten hast, wird dein liebevoll entwickelter Sportwagen vermutlich nicht helfen, deine Statistik zu verbessern. Auf der anderen Seite dieser traurigen Meldung stehen Crossover und SUVs. Ihre Zahlen gehen weiterhin massiv nach oben, einfach weil der Mainstream derzeit praktische Fahrzeuge mit erhöhter Bodenfreiheit schätzt. Was das mit dem Audi TT zu tun hat? Nun, auch er hat bezogen auf die Verkaufszahlen bereits deutlich bessere Jahre gesehen. Und so scheint es nun, als würden die Ingolstädter sein Konzept radikal verändern wollen - er könnte zum elektrischen Crossover werden. 

Bildergalerie: Audi TT Facelift 2018

In einem Bericht von Auto Express heißt es, die Audi-Chefetage habe bestätigt, dass an einer neuen Generation des TT gearbeitet werde. Diese dürfte allerdings deutlich anders daherkommen als gewohnt. Es ist davon die Rede, dass der TT seine Coupé-Silhouette ablegt, dafür praktischer, höher und elektrisch wird. Pläne, den TT anzupassen, gibt es offenbar schon seit 2014. Unter anderem dachte man über einen Sportback und einen Crossover mit herkömmlichem Verbrenner-Antrieb nach. Jetzt scheint man sich endgültig festgelegt zu haben. Da die Elektrifizierung im VW-Konzern derzeit auf der Überholspur stattfindet, war es offenbar ein Selbstläufer, auf einen Stromer zu setzen. Wie der Rest des Pakets aussehen wird, müssen wir abwarten. So wie aktuell konnte es aber offenbar nicht mehr weitergehen. Laut Auto Express hat Audi im bisherigen Jahr 2019 weltweit lediglich 8.756 Coupés und 3.362 Roadster des TT verkauft. 

 

Es soll für den Nachfolger sogar schon einen Arbeitstitel geben: Audi eTTron. Angeblich soll das Auto kleiner und gleichzeitig deutlich flacher sein als ein Audi Q3. Die Basis soll die elektrische MEB-Plattform bilden, auf der auch der VW ID.3 sitzt. Die Flexibilität der Plattform dürfte es Audi erlauben, den eTTron in diversen Leistungsvarianten anzubieten. Vom reinen Hecktriebler mit Hinterachs-E-Motor und um die 200 PS bis hin zum Performance-Allradler á la TT RS mit je einem Motor pro Achse und mehr als 400 PS.

Wann der eTTron kommen soll, ist noch nicht klar. Audi sprach bisher lediglich davon, 20 neue Elektroautos bis Mitte des kommenden Jahrzehnts auf den Markt zu bringen. 

Quelle: Auto Express