Das Strom-Flaggschiff von Mercedes kann seine markante Form nicht verbergen

Die Gerüchte sind wahr: Mercedes plant in der Tat ein Elektroauto namens EQS, das auf dem Niveau der S-Klasse liegt und Anfang des nächsten Jahrzehnts eingeführt wird. Von unseren Erlkönigfotografen aus nächster Nähe entdeckt, versteckt der stark getarnte Prototyp seine dramatische Form zwar noch unter reichlich Tarnung, aber es ist ziemlich offensichtlich, dass es sich um etwas ganz Besonderes handelt. Auffallend sind die niedrige Dachlinie und eine schnittige Form. Damit ist der EQS definitiv kein typischer Mercedes, denn er sieht noch eleganter aus als zwei der attraktivsten Autos des Unternehmens, der CLS und der viertürige AMG GT.

Der EQS mag ein paar Dinge mit der S-Klasse der nächsten Generation (W223) gemeinsam haben, aber es scheint, dass er den traditionellen Karosseriestil der Limousine zugunsten eines fünftürigen Fließhecks aufgibt, wenn man nach der Rückansicht des Prototyps urteilt. Ovale Ausschnitte in der Tarnung an der hinteren Stoßstange sollen Erlkönigjäger auf eine falsche Fährte führen, etwaige Endrohre sind aber defintiv Fake.

Bildergalerie: Mercedes EQS (2021) Erlkönig

Die Form des Autos erinnert uns etwas an das radikal gestylte IAA-Konzept von 2015, das unten abgebildet ist. Auffallend beim EQS-Erlkönig: Die Türgriffe ragen nicht aus der Karosserie heraus, sowohl der EQS als auch die nächste S-Klasse bekommen eine Pop-Up-Lösung. Beide hintere Kotflügel scheinen einen Deckel zum Betanken zu haben, was darauf hindeuten würde, dass das Testfahrzeug ein Plug-in-Hybrid ist, aber wir haben das Gefühl, dass einer von ihnen einfach nur da ist, nur um uns abzulenken.

Mercedes-Benz Concept IAA
Mercedes-Benz Concept IAA

Vorne trägt der EQS bereits recht seriennahe Scheinwerfer, hinzu kommt ein geschlossener Grill. Auf der Motorhaube und in anderen Bereichen ist die Tarnung noch dick, doch man darf davon ausgehen, dass dieser Prototyp schon die finale Karosserie spazierenfährt.

Der Mercedes EQS wird voraussichtlich auf einer speziellen Plattform für Elektrofahrzeuge mit dem Namen "MEA" ("Modular Electric Architecture") basieren. Die Hardware ist aluminiumintensiv und wird eine flache Bodenstruktur ermöglichen, um den verfügbaren Platz im Inneren zu maximieren. Berichten zufolge wird die Energie von zwei Elektromotoren - einer an der Vorderachse und einer am Heck - kommen, um eine Allradanordnung zu ermöglichen. Wir erwarten mehr Leistung im Vergleich zum EQC, der 402 PS Leistung und 765 Newtonmeter Drehmoment bietet.

Im Inneren bleibt fast alles unter schwarzem Stoff verborgen. Vielleicht bekommen wir einen Eindruck von der Kabine der EQS, wenn die neue S-Klasse irgendwann im nächsten Jahr zum Einsatz kommt. Bei Letzterer zeigte kürzlich ein Erlkönig bereits einen sehr großen Touchscreen in der Mitte. Die Konkurrenz für den EQS formiert sich bereits. Schließlich wird das Auto nicht nur vom Tesla Model S, sondern auch durch den Porsche Taycan und den Audi e-tron GT einem harten Wettbewerb ausgesetzt sein. Ein vollelektrischer Jaguar XJ wurde ebenfalls bestätigt, so dass sich der Kampf im High-End-EV-Segment verschärft.

Fotos: Automedia