890 PS für das fette Ami-Coupé

Zu Beginn geben wir Wikipedia das Wort: "Kerberos (latinisiert Cerberus, deutsch auch Zerberus – „Dämon der Grube“) ist in der griechischen Mythologie ein zumeist mehrköpfiger Hund, der den Eingang zur Unterwelt bewacht, damit kein Lebender eindringt und kein Toter herauskommt." Beim US-Car-Spezialisten Geiger mutiert jetzt der Dodge Challenger SRT Hellcat, also die Höllenkatze zum Unterwelt-Hund. Genauer gesagt, zum "Cerberus". 

Doch der Reihe nach: Auf die 2014 eingeführte Variante SRT Hellcat mit 717 PS starkem und 6,2 Liter großem Kompressor-V8 folgte beim Dodge Challenger als Krönung der limitierte, bis zu 852 PS starke Demon. Erweitert um ein Facelift erstarkte die Hellcat nicht nur auf 728 PS, sondern erhielt auch noch einen 808 PS starken Ableger mit Beinamen „Redeye“. Die in München beheimateten US-Car-Spezialisten von GeigerCars.de (so die offizielle Bezeichnung) zeigen nun, dass hier in Sachen Leistung trotzdem noch Luft nach oben bleibt: Mit ihrer „Cerberus“-Ausführung der SRT Hellcat zeigen sie eine High-End-Version des US-Coupés, die an der 900-PS-Marke kratzt.

Der 6,2-Liter-Hemi-V8 erhält eine Leistungssteigerung auf 890 PS, dazu einen Antriebsstrang mit verstärkter 4-Zoll-Kardanwelle. Die Motorhaube bekommt den Look des Challenger SRT Demon. Erreicht wurde diese Leistungssteigerung durch die Erhöhung des Ladedrucks mit Hilfe eines geänderten Kompressorrads auf nunmehr 1,1 Bar. Darüber hinaus überarbeitete GeigerCars die Software auf dem Motorsteuergerät. Das Drehmoment legte gleichfalls deutlich auf 1.018 Newtonmeter zu – ein Plus von fast 150 Newtonmeter gegenüber der Serie! In 3,4 Sekunden sollen 100 km/h erreicht sein, maximal sind 332 km/h möglich.

Bereits ab Werk besitzt der Challenger SRT Hellcat ferner eine standfeste Brembo-Bremsanlage: Vorne wirken Sechs-Kolben-Sättel auf etwa 391 Millimeter große, belüftete und geschlitzte Scheiben ein, während an der Hinterachse Vier-Kolben-Sättel auf 350-Millimeter-Scheiben montiert sind.

Ein weiteres Highlight sind die Aluminium-Schmiedefelgen des Coupés: Sie tragen den Namen „Devil's Rim“ und waren von Dodge ursprünglich exklusiv für das Demon-Topmodell entwickelt worden. Nun können die rundum 11x20 Zoll messenden Räder aber auch für die Hellcat-Modelle bestellt werden – in Verbindung mit dem seit 2017 erhältlichen Widebody-Paket. Dieses lässt den ohnehin schon stämmigen Challenger noch bulliger auftreten und schafft mit seinen Vergrößerungen der Radkästen erst genügend Platz für die Felgen, die mit 305/35er Pneus bereift sind.

Ansonsten blieb der Geigersche Challenger optisch weitgehend im Serienzustand. Einzige Ausnahmen bilden die neue GFK-Motorhaube, die mit ihrem breiten, weit vorne platzierten Lufteinlass jener des Demons nachempfunden ist, und die Design-Folierung: Neben klassischen Racing-Streifen in Rot und Schwarz trägt die weiße Karosserie an den Flanken große „GeigerCars.de“- und „cerberus“-Schriftzüge sowie Abbilder von Höllenhund-Köpfen. Diese sind stilistisch an den Look der bekannten Hellcat-Logos angelehnt. Der Gesamtpreis wird mit 129.000 Euro angegeben, es handelt sich um ein Gebrauchtfahrzeug.

Bildergalerie: Geigercars Dodge Challenger SRT Hellcat Cerberus